Philo STEOP

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Philo STEOP
Einheit 7 am 24. April 2012
2 Arten der Freiheit
 Freiheit des Wolfes
 Freiheit des Lammes
 Freiheit des Wolfes ist tödlich für Lamm
Ist der Vertrag des Leviathans, der die Wölfe unterdrückt, eine Win-Win Situation?
LOCKE
Die Selbstverteidigungsrechte stehen gegeneinander. Diese sind fundamental, sacred/geheiligt
und unalterable.
Die Frage des Selbstverteidigungsrechtes hat sich in den letzten 200 Jahren immer mehr
ausgedehnt. Ursprünglich nur wie man sein Leben schützt, aber jetzt bereits wie man sein
Wohlleben, seine Ansprüche etc schützt.
Lösungsvorschlag/Waffe bei Locke = Eigentum, im weitesten Sinne
Wir verlassen uns nicht nur auf den Staat, sondern auch auf uns selbst.
Das gute, glückliche Zusammenleben der freien Bürger basiert auf dem Eigentum. Das sind
Bürger, die arbeiten, akkumulieren, etc
Eine fundamentale apriorische sozialphilosophische Aussage wird gemacht. Wir wollen
produzieren, tauschen, handeln, uns bereichern. Wir wollen das gut tun und dabei beschützt
werden.
 protestantische Ethik (Ethik des Erwerbs)
(zB Geschäftidee kann Calling von Gott sein; man darf reich werden im Namen Gottes)
Die Begehrungen sind weniger gefährlich bei Locke als bei Hobbes.
Es gibt immer Widerstand gegen Tyrannis; der richtet sich gegen Einschränkung die die
Tyrannis dem produzierenden/konsumierenden/erwerbenden Bürger entgegensetzt.
 Das ist stark in England mit Steuerprivileg verbunden. Widerstand gegen Tyrannis hat sich
viel stärker gegen die obigen Eingriffe aufs Leben gerichtet.
Adam = Urbild der menschlichen Autorität; diese Autorität wurde ihm von Gott verliehen.
„Politische Autorität ist nicht elterlich und hat den Zweck Kinder zu vernünftigen Menschen
zu erziehen.“
Poltische Gewalt = A right of making laws with penalties of death, and consequently all less
penalties, for the regulating and preserving of property, and of employing the force of the
community, in the execution of such laws, and in the defence of the common-wealth from
foreign injury; and all this only for the public good.
 Ein Recht, das mit der Todesstrafe durchgesetzt wird, sowie mit anderen Bestrafung; Für
die Regulierung und den Schutz des Eigentums; die Gewalt der Gemeinschaft wird benutzt
für die Ausführung dieser Gesetze und zur Abwehr von fremden Schädigungen; alles für das
öffentliche Wohl;
EQ: Vergleichen Sie das politische Machtkonzept bei Hobbes und Locke
Hobbes – uneingeschränt, muss nur den Erfolg haben; Schutz des Bürgers
Locke – Stufenform mit Einschränkungen; Eigentum als Instrument des Selbstschutzes
Locke – Urzustand:
Menschen sind frei, verfügen über ihr Eigentum und sind gleich. Kein Mensch unterscheidet
sich vom anderen. Es herrscht Gesetz der Natur, das jeder erkennen kann.
 State of Piece, Good Will, Mutual Resistence, Mutual Preservation
Die, die sich nicht an Naturzustand halten = Wölfe
Lämmer halten sich an alles und Wölfe korrupieren den Naturzustand.
Es gibt nur einzelne Wölfe unter den Menschen, die man bändigen muss.
Es halten sich nicht alle an den Naturzustand.  Was tut man wenn ein Vertrag nicht
eingehalten wird?
 daher gibt es das Selbstverteidigungsrecht
Es gibt noch keinen gemeinsamen und autorisierten Richter. Daher funktioniert der
Naturzustand nicht.
Frage der Selbsterhaltung als wesentlicher Trieb hat heute für uns anderes Selbstverständnis.
Die protestantische Ethik mit Aufforderung zur Dynamik war ein kollektives Nachlassen des
Spannungszustands, verbunden mit unbefriedigender Güterversorgung des Mittelalters.
Hoher Selbstmord im Mittelalter. Vor protestantische Ethik steht der jahrhunderte lange
Kampf der Kirche gegen den Selbstmord als schlimmste Sünde.
Selbstmord im Sinne von „sich einfach sterben lassen“  unbefriedigende
Nahrungsversorgung, Dürren etc – dagegen hat die Kirche gekämpft
Frage – Womit schützt man sich?
Man schützt sich nicht nur vor dem Begehren des anderen sondern auch vor der Gefahr durch
das private Eigentum.
Gott hat uns die Schöpfung zur Verfügung gestellt. Aber wirklich von Nutzen können alle
diese Kriege nur sein, wenn wir sie aus dem Gemeineigentum trennen.
Bsp. Schrebergarten ist besser als Nationalpark
 Nationalpark ist restriktiv, während man im eigenen Schrebergarten machen kann was man
will.
Wo gibt es für uns mehr Lebensmöglichkeiten?
Im eigentumslosen Zustand, oder in einem Zustand wo wir Eigentum haben?
Locke ist Gegner: Gemeinsames Eigentum/Staatseigentum ist sinnlos. (Niemand kümmert
sich darum)
Friedrich Engels: Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates
 Staat entsteht als Schutzinstitution des Privateigentums
Alles war am Anfang OK, solange es Kollektiveigentum gegeben hat.
Locke: meine Hände gehören mir, daher gehört auch das Werk meiner Hände mir. Jede
Veränderung drückt meine Persönlichkeit aus.
zB ich schnitze mit meinen Händen und verwandle damit Natur in mein Werk
 2 Alternativen:
Es gehört weiter allen VS Es gehört nur mir, weil nur ich kann es so machen
Eigentumsrecht leitet sich aus der Arbeit die man leistet ab.
 Stoßrichtung gegen Feudalismus. Die haben nichts gearbeitet um Eigner zu sein. Die
legitimieren sich nur mit Gott oder Blut.
Thomas von Aquin: Eigentum ist bloße Übereinkunft; reversibel, einschränkbar, etc
Hobbes: Recht aller auf alles im ungeregelten Naturzustand und dann hat Leviathan das Recht
in bestehende Eigentumsverhältnisse einzugreifen; mit Leviathan darf man verstaatlichen;
Da sich Eigentumsrecht aus Arbeit ableitet, leitet sich Wert des Gutes aus der aufgewandten
Arbeitszeit ab.
(RICARDO – Gesetz des komparativen Kostenvorteils)
Kein Unterschied zwischen Qualifikationen. Arbeit eines Arztes ist genauso viel Wert wie
Arbeit einer Kuhmagd.
Es darf sich nicht einer alles allein aneignen, denn da wird alles kaputt.
 Antimonopolistische Tradition. Der Maßstab ist der Eigenverbrauch. Jeder soll sich Güter
von gleicher Güte und Qualität aneignen. Funktioniert auch gut in der 1. Phase des
Naturzustandes.
Als Gesellschaft sich von einer für den Eigenbedarf produzierenden vergrößert hat, zu einer
Gesellschaft, die auch Handel betrieben hat und die auch für den Fremdbedarf produziert hat,
haben sich Verhältnisse fundamental gewandelt.
Geld
Warum braucht man Geld?
 Damit man den Überschuss an verderblichen Gütern los wird und etwas aht, wofür man
andere Güter, die es im Augenblick noch nicht gibt, kaufen kann.
In 2. Phase des Lock’schen Naturzustandes entsteht der Markt.
Antiker Markt VS Lock’sche Markt
 Antiker Markt: relativ beschränkt, keine Konkurrenz
 Lock’scher Markt: neuer und eigener Markt. Durch Export und Import verschieden
Weinarten, versch. Qualitäten von Fässern. Man weiß dass bestimmte Fässer undicht sind
bei bestimmten Händlern; neue Verkaufsstrategien etc
 Gedanke, dass Markt einen eigenen Menschentypus drinnen hat.
Markt hat auf alles zugegriffen: Körper, Verhalten, Liebe, unsere berufliche Strategie etc
Markt gibt auch Wahl und Freiheit. Freiheit, die sich selbst limitiert, aber dennoch da ist.
 Geld: Mit Geld konnten sich die bisher Gebremsten, Fleißigen und Tüchtigen austoben.
Konnten Katastrophen vermeiden, hatten das Problem, dass Güter nicht haltbar waren etc.
In Situation mit Markt und Transport konnte man großen Besitz erwerben, aber der ging über
Eigenbedarf hinaus.
 Locke sagt: In dem Augenblick, wo Menschen dem Geld zugestimmt haben, haben sie der
Ungleichheit zugestimmt. Ungleichheit wurde sanktioniert und war erlaubt.
Natürliche Schranke dass jeder nur so viel produzieren soll wie er verbrauchen kann wurde
aufgelöst.
Jetzt: Kampf, dass Güter knapp werden, weil Land knapp wird. Es gibt den starken
Regelbrecher, der dem Tüchtigen sein Eigentum nehmen will und der sich an diesen ersten
ungeschriebenen Kontrakt nicht gehalten hat.
Gottgewollter Selbsterhaltungstrieb entartet: Desire of having more than needed.
Geld macht gierig. Diese Gesellschaft des Geldes braucht den Staat. Der zivilisatorische
Fortschritt zerstört auch eine Harmonie.
In dieser Endphase des Naturzustandes, kann man diese Rechtsbrecher nicht mehr
kontrollieren.
 Akzeptanz eines Königs.
Diesem König, bzw dem Staat, wird aber nur so wenig übertragen, wie es zur Sicherheit des
Eigentums notwendig ist.
Amerikanische Unabhängigkeitserklärung ist stark von Locke beeinflusst.
Auslöser des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges = Taxes; Engländer haben Steuern
eingehoben
MONTESQUIEU
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Ein Adeliger; von oben
1689 – 1755 (knapp an Franz. Revolution)
Kein revolutionär, aber Vorläufer der franz. Revolution
Hat lange in England gelebt und dort seine Hauptwerke verfasst
 „Betrachtung über Größe und Niedergang der Römer“ & „Geist der Gesetze“
War voll in der Aufklärung; Kampf um Aberglauben
Nicht klar, ob er Christ war
Hat von Descartes die Idee von der materiellen Welt als einen großen Mechanismus
übernommen; ein Räderwerk, das man durch methodischen Zweifel ergründen könne;
Lebt in einer Periode der Krise der Monarchie
Nebenwerk: „Persische Briefe“
o 1721 anonym in Amsterdam erschienen
o Kritik des Gegenwärtigen durch Beschreibung aus der Feder eines reisenden
(persischen) Philosophen
o Briefroman der Ideal der absoluten Monarchie und des römischen Katholizismus
schwer attackiert
o 3 Perser konstatieren Analogien (zB Koran ist die Bibel der Christen)
 in diesem Vergleich artikuliert sich zum ersten Mal eine relativierende Toleranz
Hobbes: Naturzustand – Homo homini lupus; es gibt nur einen zwingenden Ausweg, den
Leviathan;
Montesquieu: Naturzustand – Im Naturzustand schließen sich 2 zusammen, erleben
Solidarität, gehen den Weg der Vernunft und damit den Weg der Tugend und kommen selbst
(ohne Leviathan) aus dem Schlamassel des Naturzustandes heraus.
Zeichen für den Niedergang der Römer = sie haben nicht mehr selbst gekämpft
Montesquieu = Zyklentheoretiker; Theoretiker vom Aufstieg und Untergang der großen
Imperien.
Abstieg = Müdigkeit im Krieg; Verweichlichung
 attackiert alle höfischen Gesellschaften seiner Zeit, denn die hatten alle Söldnerheer zum
Schutz;
Für Aufstieg und Abstieg gibt es allgemeine Ursachen.
(Abstieg bei Platon = jedes System entwickelt eigene Dynamik an der es zugrunde geht; bei
Platon trägt jedes System den Keim der Selbstzerstörung in seinem Prinzip)
Bei Montesquieu gibt es immer eine benennbare, bestimmbare und dadurch von Vernunft
kontrollierbare Auffassung.
Entscheidend für Wohl und Wehe der Völker sind nicht der Wille des herrschers, oder die
Stärke einzelner herrschenden Personen, sondern das Gesamtwesen der gesellschaftlichen und
staatlichen Zustände.
Staat und Gesetz sind nicht willkürlich entstanden, sondern erwachsen aus natürlichen und
geschichtlichen Bedingungen.
Das richtige Gesetz passt.
Anpassung eines politischen Systems an eine gegebene Situation. Es gibt keine globalen
Universalformen.
Sein Zentralwert beim Regieren ist die persönliche Freiheit des Einzelnen = Reaktion auf
Krise des Feudalismus.
Idee der Freiheit kommt auf, wenn Gefühl der Unfreiheit durch Existenz oder Denkbarkeit
eines anderen Zustandes spürbar wird.
Bsp. Trumanshow – Truman weiß nicht dass er eingesperrt ist; merkt erst spät, dass er nicht
frei ist. Dieses Merken ist gebunden an eine Krise. (Krise des Feudalismus)
Freiheit lebt als Idee vom Wissen um die Existenz von Alternativen zum Bestehenden und
vom Erlebnis der Verhinderung.
Frage - Wie schützen wir diese Freiheit?
Englisches System der Teilung der Gewalten, wie bei Locke. Montesquieu hat hier eine
Erweiterung vorgenommen.  Vom Schutz zur Sicherung der Freiheit.
Bedürfnis nach Freiheit beginnt in Trotzphase; 2. Lebensjahr;
Bei Montesquieu ist Freiheit an die staatliche Teilung der Gewalten gebunden.
Locke: Trennung von Legislative und Exekutive, aber König war überall dabei und hatte
Spezialrechte
Montesquieu trennt schärfer: er setzt auf die judikative Gewalt; wenn die nicht unabhängig
ist, dann droht die Despotie.
 Elitenhafte Philosophie weil sie den Einfluss der Funktionsträger definiert; eine der sich
zurückgesteztfühlenden Leistungsträger.
EQ: Despotie?
eine Herrschaftsform, in der das Staatsoberhaupt (der Despot) die uneingeschränkte Herrschaft ausübt.
Heutzutage wird der Begriff meist abwertend im Sinne von „Gewaltherrschaft“ gebraucht.
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