Pressemitteilung Hessen

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Pressemitteilung Hessen:
Die Schule geht für viele Kinder wieder los. Das tägliche Frühstück ist dann besonders wichtig, um
sich für den Tag zu stärken. Oft stehen Müsli mit Milch, Joghurt oder Käse auf dem Frühstückstisch.
Dass diese Produkte von einem Tier stammen, wissen die wenigsten, weil den meisten Kindern der
Bezug von Milchprodukten zur Kuh fehlt. Mit dem Lernset „KUH+DU macht Schule“ möchte die
Welttierschutzgesellschaft die Kuh in den Unterricht holen und ein Bewusstsein für die Bedürfnisse
der Tiere schaffen.
4,3 Millionen Milchkühe leben in Deutschland, viele unter nicht artgerechten Bedingungen. In Hessen
werden 148.000 Kühe gehalten, darunter sind drei Höfe, welche die muttergebundene
Kälberaufzucht betreiben. Hierbei wird das Kalb nicht wie in der konventionellen landwirtschaftlichen
Praxis von der Mutter getrennt und mit Milchersatz aufgezogen, sondern kann bei seiner Mutter
bleiben. Auch das Land Hessen sensibilisiert seine Schülerinnen und Schüler für diese Themen, denn
hier wurde Nutztierhaltung in den Lehrplan aufgenommen. Auf dem Stundenplan der dritten oder
vierten Klasse steht der Umgang mit Tieren sowie die menschliche Verantwortung gegenüber der
Natur.Das Problem dabei: Häufig fehlt den Lehrkräften das passende Unterrichtsmaterial. Mit dem
Lernset zur Milchkuh für die Klassenstufen vier bis sechs unterstützt die Welttierschutzgesellschaft
Lehrerinnen und Lehrer dabei, das Thema kindgerecht zu behandeln.
Mit wiederverwendbaren Unterrichtsmaterialien für zwei bis drei Schulstunden können Schülerinnen
und Schüler die Bedürfnisse der Milchkühe kennenlernen. Bildkarten und Geschichten einzelner Kühe
bringen die Haltungsbedingungen den Kindern spielerisch näher. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, und
die Kinder haben einiges dabei gelernt“, so die Reaktion von Isabelle Schmidt, Gymnasiallehrerin aus
Marburg. In welchen Lebensmitteln Milch enthalten ist, wird in den Materialien ebenso erklärt wie
der Einfluss von Bio-Siegeln auf die Haltung. In einem Geschmackstest können die Kinder zudem
pflanzliche Alternativen ausprobieren. „Es war insofern toll, als wir ein paar Wochen zuvor zu Besuch
auf einem konventionellen Bauernhof waren und anschließend sachlich die Lage der Kühe
reflektieren konnten. schön und ansprechend fand ich nicht nur die Materialien, sondern auch die
kindgerechte Gestaltung der Kuh-Karten, mit denen sich die Kinder leicht in die Tiere hineinversetzen
konnten“, ergänzt Schmidt begeistert.
Kinder lernen in dem Unterricht wieder den Bezug zwischen dem Tier und den täglichen
Nahrungsmitteln herzustellen. Sie erfahren, wie die moderne Haltung von Tieren in der
Landwirtschaft aussieht und dass es ebenfalls wichtig ist, auch gegenüber Tieren wie der Milchkuh
Empathie zu zeigen. Problemlos kann das Thema auch auf einen Projekttag ausgeweitet und dieser
bei Bedarf von einer Tierschutzpädagogin der Welttierschutzgesellschaft durchgeführt werden.
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