HoFFmANNs ERzäHLUNgEN (LEs CoNTEs D`HoFFmANN)

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Evelyn Czesla
HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN (LES CONTES D‘HOFFMANN)
Phantastische Oper in fünf Akten von Jacques Offenbach
Libretto von Jules Barbier
László Lukács
Die schöne Stella, vergötterte Mozartsängerin, hat viele Gesichter. Hoffmann liebt sie alle.
Oder ist es nicht vielmehr berauschter Wahnsinn, überschießende Fantasie, die ihn in
Gedanken wegtreibt zu drei Frauengestalten, die ihn bezaubern: die kühle Olympia, die
aber nur eine leblose Maschine ist, die zarte Antonia, für die Singen den sicheren Tod
bedeutet, und die venezianische Kurtisane Giulietta, durch die Hoffmann fast sein Leben
verliert. Wie immer dem auch sei, Hoffmann hat einen Rivalen, der ihm nicht nur höchst
real Stella streitig macht, sondern auch in seinen Erinnerungen die Regie führt...
Andreas Scheel *
Kein anderer Dichter hat das Changieren zwischen Bewusstsein, wahnhafter Einbildung, künstlerischer Kreativität und sehnsuchtsvoller Empfindung meisterhafter in
Sprache gefasst als E.T.A. Hoffmann, der Magier der deutschen Literatur. Jacques Offenbach hat mit seiner letzten Oper HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN, die unvollendet geblieben und fragmentarisch überliefert ist, ein kongeniales Werk geschaffen, das Fragen
stellt, mit denen wir uns gerade heute, im Zeitalter der Virtualität der Medien, auseinandersetzen: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wo ist die Grenze zwischen Imagination,
tatsächlichem Erleben und Wunschtraum?
Für die Inszenierung konnte – erstmalig für eine Musiktheaterregie am Theater Trier –
Birgit Scherzer, Ballettdirektorin am Tiroler Landestheater Innsbruck, gewonnen werden.
In der Spielzeit 2007/2008 hat sie mit ihrem Tanztheatererfolg ALLES WEISS ICH: ALLES
– RINGMOTIVE von Trier aus erneut überregional auf sich aufmerksam gemacht.
Vera Wenkert
Mit dieser französischen Oper stellt sich der neue, aus dem lothringischen Metz stammende Generalmusikdirektor Victor Puhl dem Trierer Publikum vor.
spielzeiteröffnungsPremiere am 28.9.2008 im Grossen Haus
Theatercafé am 14.9.2008 im Rahmen des Theaterfestes
preiskat. A
MUSIKALISCHE LEITUNG: GMD Victor Puhl I INSZENIERUNG: Birgit Scherzer I
BÜHNENBILD: Manfred Gruber I KOSTÜME: Alexandra Bentele
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ANATEVKA (fiddler on the roof)
Musical in zwei Akten von Jerry Bock
Texte von Joseph Stein (Dialoge) und Sheldon Harnick (Songs)
So ein bisschen sieht das russische Dörfchen Anatevka aus wie von Marc Chagall gemalt.
Und tatsächlich geistern Motive aus seinen Bildern – vor allem natürlich der „Fiedler auf dem
Dach“ – durch die Szenen. Doch die scheinbar beschauliche jüdische Welt ist im Umbruch
und die seit Generationen gültige Tradition gerät durch zunehmende Pogrome in Gefahr.
Doch der arme, aber lebenskluge Milchmann Tevje hat mit seinem humanen Weltwitz einen
Weg gefunden, das Dasein dennoch zu meistern. Zwar gelingt es ihm nicht, seine fünf Töchter an wohlhabende Bewerber zu verheiraten, doch findet jede von ihnen ihr Glück. Für Tevje
und seine Frau Golde bleibt dabei Wohlstand auch weiterhin nur ein Wunschtraum: „Wenn
ich einmal reich wär’“ ...
Jerry Bocks Erfolgsmusical nach einer Erzählung des russisch-jüdischen Dichters Sholem
Alejchem eroberte nach der Uraufführung in New York 1964 die Herzen der Welt. Das an
zündenden Melodien reiche Stück gibt Einblicke in das jüdische Leben von einst – vor dem
Hintergrund existentieller Bedrohung durch Antisemitismus und Verfolgung. Dabei zeigen
sich die unzerstörbare Widerstandskraft und der Humor der jüdischen Lebensphilosophie, die
auch den größten Katastrophen standhalten kann.
Für die Rolle der Golde konnte die aus Kroatien stammende beliebte und vielfach ausgezeichnete Sängerin und Schauspielerin Dunja Rajter gewonnen werden. An ihrer Seite steht
als Tevje der Bass Pawel Czekala, unser neues Opernensemblemitglied am Theater Trier.
Die Inszenierung übernimmt der vielseitige Musicaldarsteller und -regisseur Peter Zeug.
Premiere am 8.11.2008 im Grossen Haus
Theatercafé am 2.11.2008 im foyer
preiskat. A + Top
MUSIKALISCHE LEITUNG: Jens Bingert I INSZENIERUNG: Peter Zeug I AUSSTATTUNG:
Anita Rask-Nielsen
Dardanus
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IM WEISSEN RÖSSL
Operette in drei Akten von Ralph Benatzky
Texte von Hans Müller, Erik Charell und Robert Gilbert
„Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein“, lautet das klingende Motto der Touristenscharen, die alljährlich am Wolfgangsee in Oberösterreich ihre Ferien verbringen. Der unmittelbar am Seeufer gelegene Ausflugsgasthof „Im Weißen Rössl“ platzt mal wieder aus allen
Nähten, doch scheint der fleißige Oberkellner Leopold wie immer alles im Griff zu haben.
Wäre da nur nicht sein Liebeskummer! Denn Josepha Vogelhuber – die fesche, aber resolute
Rössl-Wirtin – hat nicht nur keinen Sinn für seine zärtlichen Annäherungen, sondern auch
ein Auge auf den Stammgast Dr. Siedler geworfen. Der ist aber seinerseits in Ottilie, Tochter
des Fabrikanten Gieseke aus Berlin, verliebt. Als dann noch der „schöne“ Sigismund auftaucht, lässt sich das Durcheinander der Gefühle nicht mehr abwenden. Die Verwicklungen
kann erst die allerhöchste Autorität selbst auflösen, denn Kaiser Franz Joseph, der dem Hotel einen Besuch abstattet, bringt endlich Ordnung in den Heiratsmarkt am Alpenrand: Am
Schluss liegt man sich zufrieden in den Armen – natürlich bei „Kaiserwetter“.
Ralph Benatzkys 1930 in Berlin uraufgeführte Operette zählt mit ihren schlagkräftigen Musiknummern zu den Dauerbrennern auf deutschsprachigen Theaterbühnen. Die eingängigen,
zu Schlagern gewordenen Melodien, die kurzweilige Handlung mit ihren originellen Charakteren und vor allem das österreichische Flair an einem beliebten Urlaubsort üben einen Reiz
aus, dem man nicht widerstehen kann.
Mit dieser Operette debütiert der junge Regisseur Marc Pierre Liebermann im Musiktheater
Trier.
Premiere am 14.2.2009 im Grossen Haus
preiskat. A
MUSIKALISCHE LEITUNG: Christoph Jung I INSZENIERUNG: Marc Pierre Liebermann I
bühnenbild: Diana Pähler I kostüme: Annette Mahlendorf
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madama butterfly
Vanessa Daun
Jan Brunhoeber
ROMEO UND JULIA
Tragödie von William Shakespeare
Klaus-Michael Nix
Hans-Peter Leu
Seit Generationen besteht Feindschaft zwischen den beiden Veroneser Familien Capulet und Montague. Als Romeo, Sohn der Montagues, sich auf ein Maskenfest der
Capulets schleicht, begegnet er Julia, der Tochter des Hausherrn, und beide verlieben sich unsterblich ineinander. Der
Zusammenstoß der verfeindeten Lager ist vorprogrammiert. Romeo tötet im Streit Tybalt, dem Julia versprochen
war, und wird aus der Stadt verbannt. Bruder Lorenzo will
den Liebenden helfen und ersinnt eine List. Doch eine Kette von Zufällen und Missverständnissen durchkreuzt die
Pläne von Romeo und Julia und führt zur Katastrophe...
Jan Schuba *
Heribert Schmitt
In ROMEO UND JULIA, der berühmtesten Liebesgeschichte
der Theaterliteratur, spiegelt sich die Sehnsucht nach der
Unbedingtheit einer Liebe, die alle Feindschaften überwindet. Shakespeare wusste um die Kraft, die Liebende
zueinander treibt, doch er kannte ebenso ihre Schwächen
und Abgründe. Folglich entwarf er eine hochexplosive Gesellschaftstragödie, in der Geschäftsinteressen und Vorurteile dem Humanitätsgedanken radikal widersprechen.
Fabian Joël Walter *
Barbara Ullmann * Nach dem großen Erfolg der musikalischen WOYZECK-Adaption folgt mit ROMEO UND JULIA eine weitere Stückbearbeitung
eines bekannten Klassikers unter Einbezug von zeitgenössischen Songs, die sich mit dem Drama auseinandersetzen.
Premiere am 4.10.2008 im Grossen Haus
theatercafé am 14.9.2008 im rahmen des theaterfestes
INSZENIERUNG: Gerhard Weber I AUSSTATTUNG:
Bettina Munzer
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DES TEUFELS GENERAL
Schauspiel in drei Akten von Carl Zuckmayer
General Harras ist Gegner des nationalsozialistischen
Regimes und dient ihm dennoch, weil er leidenschaftlich
gerne fliegt. Er entdeckt, dass sein Freund und Untergebener, der Chefingenieur Oderbruch, Sabotage betreibt
in der Überzeugung, dass das Ende der Hitler-Diktatur
nur durch die Niederlage der Deutschen zu erreichen ist.
Seinem Charakter gemäß kann sich Harras weder dem
Saboteur anschließen noch so weiterleben und gerät in
einen existentiellen Gewissenskonflikt, aus dem er keinen Ausweg sieht: „Wer auf Erden des Teufels General
wurde und ihm die Bahn gebombt hat, der muss ihm
auch Quartier in der Hölle machen.“ – So begeht er
Selbstmord, indem er mit einer durch die Sabotage manipulierten Maschine fliegt.
Carl Zuckmayer zählt mit Stücken wie DER HAUPTMANN
VON KÖPENICK, DES TEUFELS GENERAL und DER FRÖHLICHE WEINBERG zu den wichtigsten deutschen Theaterautoren des letzten Jahrhunderts. Die Erfahrungen beider
Weltkriege ließen den Autor zum überzeugten Pazifisten
werden. Angeregt durch das Schicksal des berühmten
Fliegers Ernst Udet, hat er folglich mit DES TEUFELS GENERAL unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges
eine konsequente Abrechnung mit dem Nationalsozialismus auf die Bühne gebracht.
Das 1947 in Frankfurt a.M. von Heinz Hilpert uraufgeführte und später mit Curd Jürgens verfilmte Schauspiel
gilt als das meistdiskutierte Stück der Nachkriegszeit. Auch
heute trägt es noch zur fruchtbaren Möglichkeit deutscher
Vergangenheitsbewältigung bei. Zugleich stellt es die
bereits in der Spielzeit 2006/07 mit Max Frischs Parabel
ANDORRA thematisierte zeitlose Frage, ob und auf welche
Weise jeder Einzelne seiner moralischen Verantwortung
innerhalb eines Unrechtssystems gerecht werden kann.
Theaterpädagogische Programme speziell für Schulen
werden die Neuinszenierung des Theaters Trier begleiten.
Premiere am 29.3.2009 im Grossen Haus
Theatercafé am 22.3.2009 im foyer
INSZENIERUNG: Horst Ruprecht I bühnenbild: Dirk Immich I kostüme: Carola Vollath
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schwanen.see
Tanztheater von Sven Grützmacher
nach dem Ballett von Peter I. Tschaikowsky
Das berühmteste Ballett überhaupt ist zweifellos eine große Hommage an die Romantik im Tanz. Die Märchengeschichte von Prinz
Siegfried, der sich in die als Schwan verzauberte Odette verliebt, aber
fatalerweise ihre Doppelgängerin Odile heiratet, ist jedoch viel mehr
als poetisch-sentimentale Unterhaltung. Denn eigentlich geht es in
dem Stück um die Frage der Identität, um die unverwechselbare Individualität, die durch die Liebe erkannt werden kann, die aber wiederum den Gefahren der Täuschung und Selbsttäuschung unterliegt. In
allen Zwängen und vom Alltag zerfressenen Unfreiheiten aber keimt
immer wieder ein Traum auf: fliegen zu können...
Schon bald nach den epochalen Aufführungen am Mariinski-Theater
in Sankt Petersburg, die 1895 begannen, entstand der Mythos um
das Ballett „Schwanensee“, der mit jeder Neuproduktion vorangetrieben wurde. Seither hat es zahllose Inszenierungen gegeben, die den
Plot von den verschiedensten Seiten her auf die Bühne brachten.
Der Trierer Tanztheaterdirektor und Choreograph Sven Grützmacher
zeigt mit SCHWANEN.SEE nun seine eigene Tanztheaterversion des
berühmten Balletts von Peter I. Tschaikowsky in ähnlicher Weise wie
schon in der Spielzeit 2005/2006 mit dem Klassiker GISELLE von
Adolphe Adam.
Premiere am 8.3.2009 im Grossen Haus
Theatercafé am 25.2.2009 im rahmen einer bühnenprobe
preiskat. B
MUSIKALISCHE LEITUNG: Valtteri Rauhalammi I CHOREOGRAPHIE: Sven Grützmacher I BÜHNENBILD: Gerd Hoffmann I
KOSTÜME: Claudia Caséra
alles weiss ich: alles – ringmotive
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