im Kindergarten „Am Auwald“

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Konzept zur Bildung und Erziehung
im Kindergarten „Am Auwald“
der Stadt Immenstadt
Kindergarten der Stadt Immenstadt
Allgäuerstraße 11
87509 Immenstadt
Tel. 08323-7492
Email: [email protected]
Homepage: www.immenstadt.de>leben in immenstadt>kids&teens>auwald
Offizieller Tiger-Kids-Bewegungskindergarten
Kindergartenschwerpunkt : Sprache & Integration
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Inhaltsverzeichnis
1.
2.
3.
4.
5.
Vorwort des Trägers
Vorwort der Leitung
Gesetzliche Vorgaben
Unser Leitbild
Beschreibung unseres Kindergartens
5.1 Zur Geschichte
5.2 Gebäude und Außenanlage
5.3 Zum Personal
5.4 Gruppen
6. Situationsanalyse
6.1 Die Lebenssituation der Kinder
6.2 Unsere Reaktion
7. Unsere pädagogische Arbeit
8. Bildungs- und Erziehungsbereiche im bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan
8.1 Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
8.2 Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen
8.3 Bewegung- Körper- Gesundheit
8.4 Sprache und Sprechen
8.5 Lebenspraktische Kompetenzen
8.6 Mathematisches Grundverständnis
8.7 Ästhetische Bildung
8.8 Natur und Lebenswelt
8.9 Werteorientierung und Religiosität
9. Begleitung bei Übergängen
9.1 Eintritt in die Kinderkrippe
9.2 Eintritt in den Kindergarten
9.3 Zusammenarbeit mit der Grundschule
10. Bei uns ist Platz für Kinder
11. Ein Tag im Kindergarten
12. Auch das gibt es bei uns
13. Zusammenarbeit mit den Eltern
14. Arbeit des Teams
15. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
16. Öffentlichkeitsarbeit
17. Qualitätssicherung
18. Nachwort
Impressum
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
VORWORT
Die Aufnahme eines Kindes in einen Kindergarten ist sowohl für die Eltern wie auch das
Kind, ein bedeutungsvoller Schritt. Jahren des Behütetseins und des
Angenommenseins in der Familie, bei Eltern und auch Geschwistern, folgt jetzt ein
Zeitabschnitt, in dem andere Kinder und Erwachsene in das Leben eines Kindes treten.
Die Stadt Immenstadt i. Allgäu hat ihre Kindertagesstätten in den letzten 30 Jahren
zielstrebig ausgebaut und erweitert. Ihr ist von kompetenter Seite bescheinigt worden,
dass sie zu den kinderfreundlichsten Städten im Allgäu zählt. Mit viel Engagement und
Zuwendung kümmern sich erfahrene Mitarbeiterinnen um die ihnen anvertrauten
Kinder, begleiten und fördern sie nach besten Kräften. Die Stadt trägt dazu nicht
unmaßgeblich bei, indem sie einen nicht geringen Teil der in den Kindertagesstätten
anfallenden Kosten übernimmt.
Im Kindergarten lernen vor allem Einzelkinder, auf Gleichaltrige Rücksicht zu nehmen,
auf sie zuzugehen und lernen damit auch, ein günstiges Sozialverhalten aufzubauen. In
gleichem Maße vermittelt der Kindergarten aber auch Wissen und fördert die
körperliche und geistige Entwicklung der ihnen anvertrauten Kinder. So gesehen, stellt
der Kindergarten Weichen im noch jungen Leben seiner Besucher.
Ich danke allen Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen für ihre wertvolle Arbeit sehr
herzlich. Ich bin sicher, dass das Vertrauen, das Eltern in Ihre Einrichtungen setzen,
reiche Früchte tragen wird.
Herzlichst
Ihr
1. Altbürgermeister Gerd Bischoff
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Vorwort der Leitung
Ein Konzept ist nie endgültig!
Im August 2005 hat das bayerische Staatsministerium für Arbeit und
Sozialordnung, Familie und Frauen den bayerischen Bildungs- und
Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung
herausgegeben.
Aber nicht nur die Vorlage des Gesetzgebers veranlasste uns zur
Erarbeitung eines neuen Konzeptes.
Wir haben festgestellt, dass sich die Bedürfnisse der Kinder in den letzten
Jahren sehr verändert haben und sich auch weiterhin ständig verändern
werden.
Ich weiß, dass unser Team durch seine Aufgeschlossenheit und reiche
Erfahrung fähig ist, zu erkennen, welchen Schutz Kinder brauchen, um
gestärkt ein Leben in der Gemeinschaft bestehen zu können.
Auf diesen Grundlagen bauen wir unsere pädagogische Planung auf. Diese
hilft uns, unsere Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und neue
Lerninhalte mit Traditionellem zu verbinden.
Diese Arbeit muss natürlich allen, den Kindern und den Erwachsenen,
Spaß und Freude machen, um effektiv und erfolgreich zu sein.
Das ist dann auch die Garantie dafür, dass wir neugierig und lebendig mit
unseren Kindern, Schritte ins Leben gehen und sie begleiten.
Unser Konzept ist außerdem dazu gedacht, über die Besonderheiten in
unserer Einrichtung zu informieren und eine Hilfestellung zu geben bei
Ihrer Entscheidung für einen Kindergarten, der für Ihr Kind und für Sie am
besten geeignet ist.
Ich hoffe, Sie neugierig gemacht zu haben, mehr über unseren
Kindergarten zu erfahren. In diesem Fall wünsche ich Ihnen viel Spaß beim
Lesen.
Immenstadt, im September 2011
für das Kindergartenteam
Ursula Herbertz-Bosse
Leitung
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
3. Gesetzliche Vorgaben
Die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und
gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ist das übergreifende Ziel frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung. Dieser Auftrag des Kinder- und
Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) an die Kindertagesstätten wird im
Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (Bay Ki BiG) aufgegriffen
und dort der eigene Bildungs- und Erziehungsauftrag ausdrücklich genannt.
Ein Ziel, unter anderem, ist eine größere Verbindlichkeit und Transparenz
der Bildungsarbeit.
Die Umsetzung dieser Bildungs- und Erziehungsziele stellen wir Ihnen mit
dem vorliegenden Konzept unserer Arbeit im Kindergarten vor.
4. Unser Leitbild
Der Auwald- Kindergarten wird von der Stadt Immenstadt getragen und nimmt
in der Stadt einen wichtigen Platz ein.
Unser Kindergarten steht den Kindern und ihren Familien jeder religiösen,
sozialen und ethnischen Herkunft offen.
Mit großer Akzeptanz leben wir mit Menschen aus vielen Herkunftsländern
friedvoll miteinander und freuen uns über die Bereicherung des Kulturaustausches.
Die Kinder, die unseren Kindergarten besuchen, werden in altersgemischten
Gruppen von einem Jahr bis zu Einschulung betreut.
Gemeinsam mit den Kindern
 entdecken wir, was es heißt, in dieser Welt Mensch zu sein
 versuchen wir, die vielfältigen und widersprüchlichen Erfahrungen des
Lebens ( Freude – Trauer, Gelingen – Misslingen, Glück – Unglück,
Kommen – Gehen, Geboren werden – Sterben) zu deuten.
Wir wollen die Kinder schützen und stark machen für ein Leben in der
Gesellschaft ;
Wir stärken unsere Gemeinschaft durch Traditionen, Feste und Feiern.
Wir achten und fördern jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit mit
Individuellen Begabungen.
Wir geben die notwendigen Hilfestellungen, damit die Kinder ihre altersgemäßen Lern- und Entwicklungsaufgaben meistern können.
Durch die Umsetzung des bayerischen Bildungs- und Entwicklungsplanes
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
(BEP) in die Praxis, stärken wir die Eigeninitiative und natürliche Neugier
der Kinder.
Wir sind die Partner der Eltern.





Wir beraten und unterstützen sie bei ihrem Erziehungsauftrag
Wir leisten ergänzende Bildungs- und Erziehungsarbeit in Bereichen
und Situationen, wo die Familie an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stößt.
Wir reagieren auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Familien
Wir stehen in Kooperation und sind vernetzt mit vielfältigen Organisationen,
Institutionen und Fachdiensten und nutzen unsere Kontakte zum Wohl der
Kinder und ihrer Familien.
Eine fortschreitende Qualitätsentwicklung unserer Arbeit geschieht in
Dienstbesprechungen, Teamaustausch, sowie beruflichen Fortbildungen.
Die Ergebnisse werden dem Träger und den Eltern regelmäßig vorgestellt.
5. Beschreibung des „Auwald“ – Kindergartens
Geschichte
1873 – 1937
erste Kleinkinderbewahranstalt in Immenstadt für Kinder
der Arbeiterinnen der mechanischen Bindfadenfabrik
1937
Übernahme der Kleinkinderbewahranstalt durch die
Stadt Immenstadt
1937 – 1997
Erster städtischer Kindergarten „Am Graben“
1995
Bau der mittleren Stadtspange, dadurch ergab sich die
Notwendigkeit eines Kindergartenneubaus in Immenstadt
1997
Neubau des städtischen Kindergartens „Am Auwald“
Nov. 1997
Umzug vom Kindergarten „Am Graben“ in den Kindergartenneubau „Am Auwald“
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Gebäude und Außenanlagen
Von der Eingangshalle, die auch als Spiel – und Bewegungsraum von allen
Gruppen
genutzt wird, gelangt man in die unteren drei Gruppenräume und in die Mehrzweckhalle, die zum Turnen, Toben, Feiern, für Projekte (z.B. Haus der kleinen Forscher)
einlädt. Vom Haupteingang aus nach rechts geht es zu den Waschräumen und
Kindertoiletten und über eine Treppe in die oberen Gruppenräume, das Esszimmer,
den großen Schlafraum, die Wirtschaftsküche und alle oberen Galerien.
Vom unteren Eingang aus nach links gelangt man ins Büro der Kindergartenleitung
und zum Mitarbeiterraum, der auch für kleine Fördergruppen und Elterngespräche
genutzt wird.
Früher
Heute
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Der große Garten, mit wunderbarem alten Baumbestand, ist durch die Terrassentüren aller Gruppenräume zu erreichen. Hier ist viel Platz zum Bewegen!
Sandkasten, Klettergerüste, Wackelbrücke, Vogelnestschaukel, Rutschen sind
ausreichend vorhanden.
Unter unserem Haus haben unsere Kinder die Möglichkeit mit verschiedenen
Fahrzeugen (z.B. Traktoren, Roller, Dreiräder, Tandemfahrzeuge ) zu fahren, da
unser Haus sozusagen auf Stelzen steht.
Es gibt viele Gelegenheiten für Spiele mit Wasser, Naturmaterial oder im Winter
mit Schnee.
In einem großen Beet wird Gemüse angebaut, daneben gibt es Beerensträucher
und eine Kräuterschnecke um verschiedene Kräuter und Gewürze kennen zu
lernen.
Sandkasten-Spielanlage
Teil der Gartenanlage mit Trampolin
Rutschen im Winter
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
5.3 Personal
In unserem Kindergarten arbeiten z. Zt.



4 Erzieherinnen
- pädagogische Fachkräfte
5 Kinderpflegerinnen
- pädagogische Ergänzungskräfte
1 Erzieherin im Berufspraktikum BP
Die Altersstruktur unseres Teams ist ausgewogen. Erfahrung und Offenheit für neue Impulse und neue Anregungen werden von allen Mitarbeitern
zu einem regen Austausch genutzt.
Es gibt wenig Wechsel im Kollegium und somit der Bezugspersonen. Gern
arbeiten wir auch mit Praktikantinnen und Praktikanten von Fachschulen
und Schulen unserer Stadt (z.B. Hauptschule, Realschule, Gymnasium )
zusammen.
5.4 Gruppen
In jeder unserer 3 Kindergartengruppen werden ca. 23 – 25 Kinder betreut.
In der Krippengruppe können maximal 12 Kinder betreut werden.
1.Marienkäfergruppe /Ganztagsgruppe
Betreuungszeit:
7.30 – 16.30 Uhr
Betreuung durch :
Doris Rapinczuk Erzieherin
Birgit Endreß
Kinderpflegerin
Jahrespraktikantin SPS 1
( ab 14.00 Uhr)
Praktikant/in von der Fachoberschule
2. Schmetterlingsgruppe / Vormittagsgruppe
Betreuungszeit:
7.30 – 13.30 Uhr
Betreuung durch:
Beate Przybilka Erzieherin
Monika Ruepp
Kinderpflegerin
Praktikanten/innen
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
3. Auwaldwichtel / Krippengruppe
Betreuungszeit:
7.30 – 13.30 Uhr
Betreuung durch:
Michaela Erhard
Manuela Häfelein
Tuba Sahin
Erzieherin mit Zusatzqualifikation in
Psychomotorik
Kinderpflegerin
Kinderpflegerin (2sprachig)
(gruppenübergreifend)
Praktikant/innen
4. Sonnenkindergruppe/ verlängerte Gruppe
Betreuungszeit:
7.15 – 13.45 Uhr
Betreuung durch:
Ursula Herbertz - Bosse Erzieherin, Leitung
Sabine Ruthmann
Kinderpflegerin
Elisabeth Luger
Erzieherin im Berufspraktikum
Praktikant/innen
In allen 3 Kindergartengruppen gibt ein Grundschullehrer der Königseggschule für
Kinder mit Förderbedarf der deutschen Sprache, vor Schuleintritt besondere
Förderstunden.
Für die Raumpflege ist unser Reinigungspersonal der Stadt Immenstadt zuständig.
Zusätzlich unterstützten uns, unsere Hausmeister Herr Gaigl und Herr Germböck
als „Männer für alle Fälle“
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
6.
Situationsanalyse
Die Lebenssituation der Kinder
Unser Kindergarten liegt mitten im Schulzentrum unserer Stadt.
Obwohl das Zentrum noch nahe ist, kann in kurzer Zeit auch naturnahe Landschaft und Wald erreicht werden. Wir befinden uns zudem in unmittelbarer
Nähe der Iller und des Rauhenzeller Sees.
Direkter Nachbar ist das „Auwald Sportzentrum“ mit Freisportanlagen und
Hallenbad.
Durch die gute Infrastruktur mit Nähe zu Schulen und Einkaufsmöglichkeiten
und dem Klinikum wohnen in unserer näheren Umgebung auch viele Familien
mit Kindern.
Der allgemeine Wandel in unserer Gesellschaft macht in unserer Stadt keine
Ausnahme und hat die Situation vieler Familien und ihrer Kinder verändert:


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





In den oft kleinen Wohnungen gibt es wenig Freiräume zum Toben
und kreativen Spiel.
Wegen des Verkehrs beschränken sich die Spielräume der Kinder
außer Haus auf die vorhandenen Spielplätze.
Der Berufsalltag wird immer härter, die Zeit für die Familie immer
knapper.
Die Verunsicherung der Eltern wächst, vielen Eltern fällt es schwer
ihren Kindern Grenzen zu setzen.
Auch innerhalb der Familien gibt es immer öfter einen Wechsel der
Bezugspersonen.( Alleinerziehende, Patchworkfamilien)
Fernsehen und Computerspiele bestimmen immer mehr den Tagesablauf der Kinder.
Natürliche Abläufe in der Natur werden den Kindern fremd
Traditionelle Werte wie Gehorsam, Verpflichtung und Unterordnung,
religiöse und kirchliche Bindung verlieren mehr und mehr ihre
Bedeutung
An ihre Stelle treten neue Werte wie Selbständigkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Flexibilität, Lebensfreude und Konsum. Wir leben in einer
Zeit, in der allgemein verbindliche Werte schwammig geworden sind,
und es wird immer schwieriger, den Kindern brauchbare Orientierungs11
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
hilfen zu geben.
Unsere Reaktion
Auf diese Veränderungen der kindlichen Welt wollen und müssen wir reagieren.
Wir übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft.
Der Kindergarten ist eine sozialpädagogische Einrichtung und hat neben
der Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag
als Elementarbereich des Bildungssystems. Die Förderung der
Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die Beratung und die Information der
Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung; der Kindergarten
ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie.
Unser Kindergarten führt seinen Erziehungs - und Bildungsauftrag im ständigen
Kontakt mit der Familie und anderen Erziehungsberechtigten durch und arbeitet
daran:
die Lebenssituation jedes Kindes zu berücksichtigen,
dem Kind zur größtmöglichen Selbständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen,
seine Lernfreude anzuregen und zu stärken,
dem Kind zu ermöglichen, seine emotionalen Kräfte aufzubauen,
die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung seiner individuellen
Neigungen und Begabungen zu fördern,
dem Kind Grundwissen über seinen Körper zu vermitteln und seine körperliche
Entwicklung zu fördern,
die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und der Interessen des Kindes zu
unterstützen und ihm dabei durch ein breites Angebot von
Erfahrungsmöglichkeiten elementare Kenntnisse von der Umwelt zu vermitteln,
Sprache kennen zu lernen, als Mittel, sich zu verständigen und als Vorraussetzung
für sprachliche und kulturelle Identität,
den Erwerb grundlegender Kompetenzen aus verschiedenen Lernbereichen zu
vermitteln
Wir sehen es als unsere Aufgabe ,das Kind unterschiedliche soziale Verhaltensweisen,
Situationen und Probleme bewusst erleben zu lassen und jedem einzelnen Kind die
Möglichkeit zu geben , seine eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren ,
wobei ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander
insbesondere auch der Geschlechter untereinander, erlernt werden soll.
Aus : BayKIBIG Gesetz zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindergärten
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Kindertagesstätten.
7. Unsere pädagogische Arbeit / pädagogischer Ansatz
Unser pädagogische Ansatz ist der rote Faden, der sich durch die Kindergartenarbeit
zieht, und Ausgangspunkt aller Entscheidungen, die getroffen werden.
In der Pädagogik findet man eine Reihe neben einander stehender Ansätze.
In unserer Einrichtung stellen wir den situationsorientierten Ansatz nach Armin Krenz
und den lebensbezogenen Ansatz nach Norbert Huppertz in den Vordergrund, da diese
Ansätze unserer Meinung nach eine Fülle von Möglichkeiten bieten, Kinder beim
Hineinwachsen und Verstehen der Erwachsenenwelt zu begleiten.
Der pädagogische Ansatz entspricht den Bedürfnissen der Kinder z.B.:
nach Zuwendung und Liebe
nach sozialer Einbindung
nach kindgerechter Bildung und Erziehung
nach Bewegung
nach Erziehung zum Er-leben in der Wirklichkeit
Das Kind steht im Mittelpunkt dieser Pädagogik. Ausgangspunkt unseres
pädagogischen
Ansatzes sind die Bedürfnisse der Kinder im Vorschulalter. Für uns Erzieherinnen heißt
das, Impulse der Kinder aufzugreifen.
Lernen im Kindergarten ist deutlich von dem in der Schule zu unterscheiden. So
bedeutet Lernen im Kindergarten, dass jedes Kind seine eigene Entwicklungszeit hat ,
um bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln , wobei individuelle Interessen
Berücksichtigung finden. Da es für Kindertageseinrichtungen zu Recht keine Lehrpläne
gibt , können die Kinder individueller gefördert werden.
Unser Kindergarten bietet den Kindern Möglichkeiten zu experimentieren , zum Spiel,
um
so Anstöße zur eigenen Entwicklung zu bekommen.
Um den Kindern einen möglichst großen Erfahrungsbereich zu schaffen , werden
sämtliche Räume , ebenso das Außengelände zu Spielbereichen erklärt, Aktivitäten
auch gruppenübergreifend durchgeführt.
Die Erzieherin sieht sich nicht als Animateurin oder Unterhalterin , sondern als
Entwicklungsbegleiterin und Anwältin des Kindes. Das entwicklungsbegleitende
13
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Handeln der Erzieherinnen vollzieht sich nicht in einem „luftleeren Raum“ oder
geschieht zufällig , sondern ist das Ergebnis eines Zusammenspiels von sehr
unterschiedlichen Einflüssen und Faktoren. Impulse der Kinder werden aufgegriffen,
um auf diese Weise die Entwicklung der Kinder zu fördern. Dabei stehen die Bedürfnisse und nicht nur die Wünsche der Kinder im Vordergrund. Die Erzieherinnen leiten
aus Beobachtungen Situationen ab , die für die meisten Kinder von Bedeutung sind,
und entwickeln daraus Projekte für die Kindergartengruppe.
Die Kinder werden bei den Vorbereitungen verschiedener Projekte mit einbezogen
(z.B. Herstellen von Tischdekorationen, Einkaufen u.s.w.). den Kindern wird somit
das Verständnis vermittelt, dass Materialien nicht einfach vorhanden sind , sondern
auch beschafft werden müssen.
Erzieherinnen und Kinder besprechen auch belastende und störende Einflüsse und
überlegen gemeinsam , diese dauerhaft zu verändern (z.B. Gruppenregeln).
Der situationsorientierte und lebensbezogene Ansatz orientiert sich an den Lebenssituationen der Kinder und bietet ihnen eine Erweiterung ihrer Erfahrungsbereiche.
Die Kinder können Eindrücke sammeln, um sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinander
zusetzen.
Aus unserer Erfahrung wissen wir auch, dass es viele Dinge gibt, die für das spätere
Leben der Kinder wichtig sind und die sie von sich aus nicht einfordern würden oder
könnten.
Auch hier wollen wir fördernd, unterstützend und bei Bedarf korrigierend eingreifen.
Die wichtigste Grundlage unserer Pädagogik ist, dass wir jedes Kind ernst nehmen
und wertschätzen.
8. Bildungs- und Erziehungsbereiche im bayerischen Bildungsund Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur
Einschulung
Folgende Bereiche sind Grundlage unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit:
8.1
8.2
8.3
8.4
Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen
Körper – Bewegung – Gesundheit (Wir sind ein Bewegungskindergarten)
Sprachliche Bildung und Sprechen- Sprache und Bücher als Tor zum
Weltwissen entdecken und nutzen
8.5 Lebenspraktische Kompetenzen
8.6 Mathematisches Grundverständnis
14
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
8.7 Ästhetische Bildung – Kunst, Kultur, Musik
8.8 Natur und Umwelt , Naturwissenschaften
8.9 Ethische und religiöse Bildung, Grunderfahrungen menschlicher Existenz
Wie der bayerische Bildungs –und Erziehungsplan im „Auwald –
Kindergarten“ umgesetzt wird, möchten wir in jedem Bereich vorstellen:
8.1 Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
Kinder erfahren zuerst in der Familie, später im Kindergarten, durch
Bindung an andere und Interaktion mit anderen Menschen, wer sie selbst
sind. Diese Entwicklung fördert das Lernen der Kinder. Durch die
gesammelten Erfahrungen werden die Kinder zu einem Teil der Gesellschaft
und entwickeln ein lebensbejahendes Selbstbild.
Es ist unser Ziel, dass die Kinder lernen,








ihre eigene persönliche Kompetenz zu erlangen.
eine interpersonale Kompetenz des sozialen Lernens zu erreichen, das
heißt, lernen, von und mit anderen und das Gelernte weitergeben zu
können.
Bindungen und Beziehungen mitzugestalten
sich als eigenständige Person wahrzunehmen und ihre Gefühle auszudrücken.
soziale Regeln aushandeln
Rücksicht zu nehmen und sich in andere hineinversetzen.
mit Konflikten umzugehen.
sich ihrer Geschlechterrolle bewusst werden.
Die Umsetzung unserer Ziele erfolgt durch






eine verlässliche, konstante Atmosphäre (Personal, Räume, regelmäßige
Tages- und Wochenabläufe).
freundliches, zugewandtes Kommunizieren.
Lernen ,Gefühle zu zeigen und auszudrücken, durch Bücher,
Gespräche und Vorbildfunktionen der Erzieherinnen und Erzieher.
das Lernen in Kleingruppen.
angemessene Konfliktbewältigung.
Hilfestellung bei Strategieentwicklungen.
15
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“


friedvolles, respektvolles Miteinander.
gestaltete Räumlichkeiten, die von Mädchen und Jungen gleichermaßen genutzt werden können.
8.2 Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am
Lernen
Kognitive Fähigkeiten beinhalten den gesamten Wissenserwerb der Kinder.
Es ist für uns eine Herausforderung, die Interessen und Themen der Kinder
zu erkennen, ihren Wissensdrang, ihre Neugier und ihre Freude am Lernen
lebendig zu halten, ohne dabei Schulwissen vorwegzunehmen. Wir unterstützen selbstorganisiertes Lernen der Kinder und regen sie an, ihre eigenen
Lernwege zu beschreiten.
Es ist unser Ziel, dass die Kinder




Lernfreude und Neugier entwickeln, sich die Welt zu erschließen
einen eigenen Lernrhythmus finden, ohne Zeitdruck
Sachinteresse entwickeln
Spaß an kreativen Denkwegen mit unterschiedlichen Richtungen haben.
Die Umsetzung unserer Ziele :

Wir setzen uns im Team mit aktuellen Bildungstheorien auseinander,
halten wichtige Grundsätze fest und reflektieren daraufhin unser
Konzept.

Wir gestalten eine angenehme Lernumgebung, die das selbstorganisierte
Lernen der Kinder unterstützt, ihre Freude am Lernen, ihren WissensDrang und ihre Neugier lebendig hält.

Wir erkennen und dokumentieren die Interessen und Themen der Kinder,
greifen ihre Ideen auf und erweitern sie durch zusätzliche Impulse und
Angebote.

Wir interessieren uns für die individuellen Lernwege der Kinder, regen
die Kinder an, ihre Lernerfahrungen zum Ausdruck zu bringen und nutzen
vielfältige Dokumentationsformen (unter anderem für jedes Kind ein
Portfolio), die Lernwege für uns, die Kinder und die Eltern festzuhalten.

Wir schaffen eine Lernatmosphäre, die Kinder ermutigt, aus Fehlern zu
Lernen und fordern sie und uns heraus, Neues auszuprobieren.
16
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Körper – Bewegung – Gesundheit
8.3
Wir nehmen die Kinder in ihren grundlegenden Bedürfnissen nach Bewegung
wahr , schaffen herausfordernde Bewegungserfahrungen, stärken die Freude
am eigenen Körper, achten auf die Entwicklung eines positiven Selbstbildes
und unterstützen ein positives Gesundheitsbewusstsein.
Wir sind ein Bewegungskindergarten
Es ist unser Ziel, dass die Kinder







sich durch Bewegung ihre Umwelt aneignen
eine Vielfalt an sensorischen Erfahrungen machen
ein positives Körperbewusstsein entwickeln
gute Koordinationsfähigkeit, Grob – und Feinmotorik entwickeln
Bewegungsfreude und Aktivitätsbereitschaft erhalten
Regeln verstehen und einhalten
eine Orientierung in Hygiene- und Ernährungsfragen bekommen
Unsere Ziele werden wie folgt umgesetzt:


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




Wir kooperieren mit dem TV 1860 Immenstadt e.V. und der
Bayerischen Sportjugend (BSJ) – Zusammenarbeit in Bezug auf
die Spiel- und Bewegungserziehung im Elementarbereich.
Wir sind Kooperationspartner der AOK und Teilnehmer am
Projekt: „TigerKids“ ( Präventionsprogramm – Bewegung und
gesunde Ernährung)
Wir verständigen uns im Team über die grundlegenden und unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder nach Bewegung.
Wir reflektieren im Team unsere Räume und Angebote im Hinblick
auf die Bedürfnisse der Kinder nach Bewegung und schaffen vielfältige Bewegungsanreize im Innen- und Außenbereich, die die Kinder
in ihrer Bewegungsfreude herausfordern.
Wir bieten täglich ,angeleitete Bewegungseinheiten an.
Wir beobachten und dokumentieren die körperliche Entwicklung
jedes Kindes und unterstützen es in seiner Körperwahrnehmung und
seinem Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Wir unterstützen Mädchen und Jungen in der Entwicklung eines
positiven Selbstbildes.
Wir erkennen die Bedeutung von gesunder Ernährung und
Gesundheitsvorsorge , beziehen dabei die Eltern in unsere Arbeit
mit ein und entwickeln Angebote, die das Gesundheitsbewusstsein
17
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“

8.4
der Kinder stärken-(Obst- und Gemüsetag, Müslitag, gesundes Kochen)
Wir bieten unseren Kindern ein ausgewogenes Mittagessen an
Sprache und Sprechen- Bücher und Schriftkultur
Wir schaffen den Kindern vielfältige Anlässe und anregende Angebote, die
die Freude am Sprechen und die Sprachentwicklung jedes Kindes unterstützen. Dabei sind wir uns unserer Vorbildfunktion bewusst und erkennen
die Bedeutung der Sprache für die Weltaneignung der Kinder.
Es ist unser Ziel, dass die Kinder
 lernen verständlich zusammenhängend zu erzählen
 den Umgang mit anderen Sprachen als Bereicherung erleben
 Freude am Sprechen haben.
 Sprache und Bücher als Tor zum Weltwissen entdecken und nutzen
 Begegnungen und erste Erfahrungen mit Schrift machen
 Textverständnis entwickeln
 Sprache zur Konfliktbewältigung einsetzen können.
 ihren aktiven und passiven Wortschatz erweitern.
 Sprache als wichtigste Form der Kommunikation mit anderen Menschen
erfahren und üben.
Die Umsetzung unserer Ziele:

Wir definieren Sprachentwicklung von Kindern als einen bedeutsamen
Schwerpunkt ,qualifizieren uns auf diesem Gebiet kontinuierlich weiter und
tauschen uns im Team aus.

Wir beobachten den Verlauf der Sprachentwicklung jeden Kindes ab dem Alter
von 4 Jahren und dokumentieren diesen anhand der Beobachtungsverfahren
„Sismik“( für anderssprachig aufwachsende Kinder) und „Seldak“ (für
deutschsprachig aufwachsende Kinder)

Wir machen uns im Team bewusst, dass wir den Kindern mit unserem
Sprachverhalten ein Vorbild sind ; wir achten auf deutliches Sprechen,
grammatisch korrektes Sprechen und auf einen höflichen Umgangston und
geben uns gegenseitig Rückmeldung

Wir geben den Kindern Raum, im täglichen Umgang, die Vielfältigkeit von
Sprache (die 100 Sprachen der Kinder /Literacy) auszuprobieren und selbst aktiv
zu werden. Wir lesen den Kindern vor und bringen sie in Kontakt mit
18
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
unterschiedlichen Sprachen ,Sprachstilen, Märchen, Erzählungen, Gedichten,
Reimen, Liedern, Liedern in unterschiedlichen Sprachen, anderssprachige
Bilderbücher, Rollenspielen, Gesprächsrunden, Diskussionen, Kasperle-Theater.

Den Kindern steht eine vielfältig ausgestattete Leseecke zur freien Verfügung;
sie bringen auch Bücher von zuhause mit und stellen diese vor.
In einer Themenecke bieten wir den Kindern neben anderem Material, passende
Literatur zu aktuellen pädagogischen Angeboten.

Wir bieten den Kindern im Malraum ein Schreibregal mit Buchstabenstempeln,
Schreibutensilien, Buchstabenpostern, Anlauttabellen, Namenslisten, und
beschrifteten Gegenständen an.

Die Kinder erleben die Erzieherinnen als Schreibvorbild

Kinder, die eine andere Familiensprache sprechen, erfahren im letzten
Kindergartenjahr vor der Einschulung eine regelmäßige, vertiefte
Sprachförderung in Kleingruppen, die von unseren pädagogischen Fachkräften,
handlungs- und inhaltsorientiert durchgeführt wird.

Wir achten auf eine Dialogorientierte Bildungspraxis als Basis für alle
Bildungsbereiche durch : Zugewandtheit, Blickkontakt, Körpersprache, Mimik,
Gestik und aktives Zuhören.

Das „Bielefelder Screening“ wird jährlich mit Einverständnis der Eltern von einer
dafür ausgebildeten Lehrkraft der Königsegg-Schule durchgeführt und bei Bedarf
wird das „Würzburger Trainingsprogramm“ von unseren pädagogischen
Fachkräften angeboten.
8.5 Lebenspraktische Kompetenzen
Um zu einem lebensbejahenden Selbstbild zu kommen, soll die
Selbständigkeit der Kinder ihrem Alter entsprechend befürwortet werden.
Es ist unser Ziel, dass die Kinder

immer unterstützt werden ihre Tätigkeiten, altersgemäß, alleine zu
bewältigen.

genügend Zeit für ihre Aufgaben bekommen.
19
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“

Kompetenzen neu erwerben und diese immer wieder erproben können.
Die Umsetzung unserer Ziele erreichen wir durch:







Tägliches Tischdecken, Abräumen, Tisch abwischen, Geschirr spülen.
Wöchentliches Zubereiten von Speisen mit den Kindern (Obst- Gemüse- MüsliTag); von der Zubereitung bis zum Tischdecken sind die Kinder an allen
Tätigkeiten beteiligt.
einen freien Zugang zum bewegten Eingangsbereich für Mädchen und Jungen
und dem altersgemäßen Umgang mit Laufrad, Hüpftieren, Roller, Climber und
Scooter
Ausflüge in die Umgebung mit kleinen Aufgaben, z.B. beim Einkaufen, in die
Bücherei, zum Bäcker, ins Heimatmuseum, ins Seniorenheim zum Singen………
Selbständiges An- und Ausziehen beim täglichen Sport
Selbständige Körperpflege, Toilettengang, Hände waschen……
Gemeinschaftliches Mitbestimmen bei der Gestaltung des Tages.
8.6
Mathematisches Grundverständnis
Wir ermöglichen den Kindern die Erfahrung, sich mit Zahlen, Mengen, Formen
und Maßen auseinanderzusetzen.
Es ist unser Ziel, dass die Kinder

Grundstrukturen der Zeit lernen.

Grundstrukturen von Raum, Lage und Statik kennen lernen.

Begriffe von Körpern und Formen kennen

Begriffe zur Raum- Lagebeziehung vermittelt bekommen.

ein Gefühl für Abstraktion bekommen

Ziffern und Zahlen als solche erkennen.
Die Umsetzung unserer Ziele erreichen wir durch:




Geregelte Zeitabläufe, Tagesablauf, Wochenplan
das Zählen der Nächte bis zu besonderen Tagen (Geburtstag, Nikolaus, ect.).
Gespräche über das Alter der Kinder und den Kalender als Dokumentation der
Zeit.
Bauen, Setzen, Legen, Stapeln…………..
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Städtischer Kindergarten „Am Auwald“




Den Tisch decken, sich Getränke und Essen selbst auftun.
Messlatte und Waage im Gruppenraum erkunden
Sortieren und Ordnen von Gegenständen nach Größe, Länge oder Gewicht
Messbecher und Trichter am Experimentiertisch anbieten, um Volumen deutlich
zu machen
8.7
Ästhetische Bildung
Ästhetische Wahrnehmung umfasst alle sinnlichen Erfahrungen. Mit Fühlen,
Riechen, Schmecken, Hören und Sehen nehmen Kinder mit der Gesamtheit
ihrer Sinne Kontakt zur Welt auf.
Es ist unser Ziel, dass die Kinder







ihre eigenen Ausdrucks- und Gestaltungswege entdecken.
Ausdrucks- und Gestaltungswege anderer kennen lernen und sich damit
auseinander setzen.
ihre sinnlichen Gefühle wahrnehmen und ausdrücken können
eine Förderung der Wahrnehmung und Empfindung bekommen
zum Tun angeregt und gelobt werden, das „Produkt“ ihrer Handlung
steht für uns nicht im Mittelpunkt.
stolz sind auf ihre entstandenen Werke.
Die Umsetzung unserer Ziele erreichen wir durch:










bildnerisches Gestalten, Zeichnen, Malen, Kochen, Experimentieren mit
Farben…
Rollenspiele, Handpuppen- und Theaterspiele.
ein vielfältiges Materialangebot (Farben, Natur- und Alltagsmaterial…)
musikalische Früherziehung mit täglichem Singen, Klanggeschichten, vielen
Instrumenten, gemeinsamem Singen für Feste und Feiern…
Bewegen und Tanzen nach Musik
eine gezielte Raumgestaltung : Malbereich, Rollenspielbereich…
das Wahrnehmen von besonderen Räumen , z.B. Kirchen
Ausstellen der Arbeiten; im ganzen Kindergarten sind kreative Werke
der Kinder zu sehen.
Fotos zur Dokumentation als Wertschätzung der Arbeiten der Kinder
für sie und ihre Eltern (Portfolio).
8.8. Natur und Lebenswelt
Die Begegnung mit der Natur in ihren verschiedenen Erscheinungsformen
und die Erkundung im Umfeld des Kindergartens erweitern und bereichern
den Erfahrungsschatz der Kinder. Sie nehmen dabei Anteil an einer realen
Welt , die nicht didaktisch aufbereitet ist und bekommen die Gelegenheit
21
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
zum Erwerb von Weltwissen , Forschergeist und lebenspraktischen
Kompetenzen.
Durch unsere Ziele sollen die Kinder:

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



verschiedenste Naturobjekte erfahren – wie Garten, Tiere, Jahreszeiten…
die nähere Umgebung des Kindergartens kennen lernen - Auwaldsee,
Iller, Auwaldsportanlagen, Wassertretanlage , Illerspitz-Spielplatz,…
ihre weitere Umgebung erforschen Schulen, Kirchen, Geschäfte…
Sicherheit und Orientierung im Straßenverkehr erfahren.
naturwissenschaftliche Zusammenhänge erfahren.
die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen.
Unsere Ziele erreichen wir durch:
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

Beobachten der Bäume, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten in unserem
Garten.
Anlage eines Gartenbeetes für jede Gruppe.
Sammeln von Naturmaterial.
Beobachten des Wetters
Erfahren der Naturphänomene Feuer, Wasser, Erde, Luft.
Anleitung durch Bücher und auch Filme zur Natur.
Zahlreiche Ausflüge in die nähere Umgebung – zu Fuß
Waldtage
Errichten einer Lernwerkstatt für naturwissenschaftliche Versuche
Teilnahme am Projekt :“Haus der kleinen Forscher—Gruppe Lindau“
Dokumentieren der Erlebnisse und Erfahrungen durch Fotos an
Stellwänden in unserer Eingangshalle für Kinder und Eltern.
8.8
Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen
menschlicher Existenz
Wir geben den Kindern Halt und Orientierung durch Werte und Traditionen,
suchen gemeinsam mit ihnen nach Antworten auf ihre existenziellen und
religiösen Fragen und unterstützen sie bei der Bewältigung von schwierigen
Situationen und der Gestaltung von Übergängen.
Wir achten die unterschiedlichen Religionen und Kulturen unserer Kinder und
ihrer Familien, begegnen ihnen mit Offenheit und Interesse und sehen Verschiedenheit als Chance voneinander zu lernen.
Es ist unser Ziel, dass die Kinder
22
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“





die christliche Kultur, Traditionen und ihre Werte kennen lernen.
den verschiedenen Religionen, deren Religiosität und Glaube offen
begegnen.
Erfahren, dass Fehler und Schwächen zum Leben gehören, dass man
aber immer wieder verzeihen und neu beginnen kann.
ein Gefühl für die Schöpfung und das Leben entwickeln.
ein Gefühl für sich selbst und die anderen entwickeln.
Unsere Ziele erreichen wir durch:

eigene Sensibilisierung im Team für religiöse und existenzielle Fragen
der Kinder.

Andachten im Jahreskreis mit unseren Stadtpfarrern (kath. und ev.) für
Kinder aller Glaubensrichtungen ( Erntedank, Advent, Jahresabschluss)

Vorleben der Achtung vor der Schöpfung (Erzieher/innen sind Vorbilder)

Achten der verschiedenen Religionen und Kulturen

Projektarbeit zu unterschiedlichen Ländern mit Beteiligung der Eltern
(Kochen, Spiele, Lieder, Geschichten, Mitbringen von Kulturgegenständen)

Friedvolles Miteinander der Religionen und Kulturen

Eingehen auf die unterschiedlichen Speisevorschriften
9.
Begleitung bei Übergängen
9.1. Eintritt in die Kinderkrippe
In unserer Einrichtung erhalten Kinder ab einem Jahr die Möglichkeit mit anderen
Kindern gemeinsam aufzuwachsen. Eine Altersspanne von einem bis drei Jahren
bringt völlig unterschiedliche Entwicklungsstadien mit sich, von dem jedoch jedes
Kind profitiert. Durch fachlich hochwertige Betreuung, mit kompetent
ausgebildetem pädagogischem Personal, ergibt sich daraus eine qualitativ
fundierte Förderung und Erziehung.
23
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Zusammen mit den Familien wollen wir in einem gangbaren Rahmen geeignete
Betreuungszeiten der Kinder festlegen. Im Vordergrund stehen jedoch vor allem
das Wohl des Kindes und die pädagogische Vertretbarkeit. So leisten wir
unseren Beitrag in der Gesellschaft, Familie und Beruf miteinander verbinden zu
können.
Menschen, die „Beides“ wollen, sollen mit unserer Unterstützung die Chance
dazu bekommen. Wir bieten den Eltern konkret an, die Verantwortung ihre
Kinder liebevoll zu erziehen, zeitweise an uns abzugeben.
Für Immenstadt ist es uns ein Anliegen, das Betreuungsangebot im
Kleinkinderalter neben Tagesmüttern und anderen Einrichtungen zu erweitern
und die Stadt dadurch noch attraktiver für Familien zu gestalten.
Die Eingewöhnungszeit wird mit den Eltern individuell abgestimmt. Um eine
sanfte Eingewöhnung gewährleisten zu können, haben wir uns intensiv
vorbereitet und gewöhnen jedes neue Kind vor dem Hintergrund der neuesten
Bindungsforschung sehr behutsam ein.
Das heißt bei uns:
 Anfangs begleitet von Mutter oder Vater („elternbegleitet“), um dem Kind
die nötige Sicherheit für einen Neuanfang zu geben,
 Und mit einer Erzieherin, die als feste Bezugsperson während der Startzeit
jeden Morgen Ihr Kind in Empfang nimmt und ihm den Weg in die Gruppe
und den Kontakt zu anderen Kindern erleichtert
(„bezugspersonenorientiert“).Diese Erzieherin ist auch die
Hauptansprechpartnerin während der Eingewöhnungszeit.
9.2. Eintritt in den Kindergarten
Kinder brauchen Orte, an denen sie zunächst einmal sein und leben können, wie
es ihrem Entwicklungsstand entspricht, an denen sie ihre Entwicklungsaufgaben
bewältigen können, und dabei Kompetenzen entwickeln können, die sie in dem
raschen Wandel der gesellschaftlichen Realität unterstützen.
Kinder müssen heute lernen, in einer Welt, die immer weniger prognostizierbar
ist, angemessen und ressourcenorientiert zu reagieren.
Hierbei unterstützen wir die Kinder und ihre Familien durch:
 Ausführliche Aufnahmegespräche
 Schnuppertage
24
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“



Eine, dem Kind angepasste Eingewöhnungsphase mit intensiver
Beteiligung der Eltern
Ausführliche Einzelgespräche mit Eltern als fester Bestandteil der
Zusammenarbeit
Schriftliche Informationen
Die Kinder erhalten jedes Jahr neue Rollen, sie gehören nacheinander zu den
jüngsten, den mittleren und ältesten Kindern der Gruppe. Die Positionen der
Gruppenmitglieder verändern sich während der Kindergartenzeit . Für die Kleineren, für
einzelne Kinder, für Jahrgangsgruppen aber auch für die Gesamtgruppe stellt sich die
Aufgabe, sich im Alltag zurecht zu finden und alltägliche Situationen des Lebens
beherrschen zu lernen.
Unser Erzieherteam unterstützt die Kinder im Bewältigen dieser Veränderungen.
9.3
Zusammenarbeit mit der Schule
Aufgabe der Kindertageseinrichtung ist es, die Kinder langfristig und angemessen auf
die Schule vorzubereiten. Diese Aufgabe beginnt am Tag der Aufnahme; in den ersten
Jahren steht sie jedoch nicht im Vordergrund. Eine intensivere Schulvorbereitung mit
allen angehenden Schulkindern erfolgt regelmäßig im letzten Jahr – auch im Rahmen
gemeinsamer Angebote mit der Schule. An einem Vorkurs „ Deutsch lernen vor
Schulbeginn“ nehmen jene Kinder teil, deren Eltern beide nichtdeutscher Herkunft sind
und die einer Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse bedürfen. Die Kursteilnahme
verbessert die Startchancen der Kinder in der Schule. Der Vorkurs dem eine Erhebung
des Sprachstandes des Kindes im vorletzten Kindergartenjahr (Februar/März)
vorausgeht, findet während des gesamten letzten Kindergartenjahres statt. Er beträgt
240 Stunden, die Kindergarten und Grundschule je zur Hälfte erbringen. Im letzten Jahr
setzt zugleich die Begleitung des Kindes, aber auch der Eltern beim Übergang in die
Schule ein, die bis zum Ende des 1. Schuljahres fortgeführt wird.
Für eine gelingende Schulvorbereitung und Übergangsbewältigung ist eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit von Eltern, Kindertageseinrichtung und
Grundschule erforderlich. Die Kooperation von Kindertageseinrichtung und Grundschule
besteht zu einem wesentlichen Teil aus gegenseitigen Besuchen, bei denen
Erzieherinnen, Lehrkräfte und Kinder miteinander in Kontakt kommen. Unsere
Kindertageseinrichtung arbeitet insbesondere mit der Königsegg- Grundschule
zusammen, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft befindet.
Nicht auszuschließen ist, dass einzelne Kinder später in eine andere Schule kommen.
Typische Besuchssituationen sind :
 Lehrkräfte der Grundschule besuchen die Kindertageseinrichtung, um die
Partnerinstitution Kindertageseinrichtung näher kennen zu lernen oder in
Abstimmung mit der Kindertageseinrichtung den einzuschulenden Kindern
Bildungsangebote zu machen oder einen Vorkurs durchzuführen. Die
25
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Lehrkräfte kommen hierbei zwangsläufig mit allen Kindern in der Einrichtung
in Kontakt.
Die Kinder besuchen die Königsegg-Grundschule in Begleitung mit ihren
Erzieherinnen. Alle Kinder sind daran beteiligt, wenn z.B. mit Schulklassen
gemeinsame Projekte durchgeführt werden. Für Kinder, deren Einschulung
ansteht, sind Schulbesuche wichtig, um den neuen Lebensraum Schule und
die neuen Bezugspersonen frühzeitig kennen zu lernen. In Absprache mit der
Schule besteht die Möglichkeit, dass Lehrkräfte speziell für diese Kinder in
der Schule spielerisch gestaltete Unterrichtseinheiten anbieten oder
Erzieherinnen die Kinder bei Aktionen im Rahmen der Schuleinschreibung
begleiten (z.B. Einschreibungstage, Schnuppertage, Schul- bzw.
Unterrichtsspiel).
Erzieherinnen besuchen die Grundschule, um die Partnerinstitution
Grundschule näher kennen zu lernen. Regelmäßiger Austausch mit den
Lehrkräften der Schule findet statt. Diese Zusammenarbeit gibt wichtige
Rückmeldungen an das pädagogische Personal.


Fachgespräche, in denen sich die Kindertageseinrichtung und die Grundschule über
einzelne Kinder namentlich und vertieft austauschen, finden in der Regel erst im letzten
Jahr vor der Einschulung statt. Zu dessen Beginn werden alle Eltern auf dem
Einschulungselternabend und im Einzelgespräch um ihre Einwilligung ersucht, solche
Fachgespräche bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern führen zu dürfen.
Bei Kindern, die an einem Vorkurs teilnehmen, erfolgt das Einwilligungsverfahren in der
Regel im Jahr davor.
10. Bei uns ist Platz für Kinder
Aufnahme in unsere Kindertageseinrichtung finden Mädchen und Jungen
im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung.

Das Altersspektrum bietet Kindern ein vielfältiges Lern- und Erfahrungsfeld.

Es wird die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung von Mädchen und
Jungen betont. Ebenso wichtig ist es, die Kinder bei der Entwicklung
ihrer individuellen Geschlechtsidentität zu unterstützen.

Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen bereichern und erweitern
den jeweiligen Horizont.

Wir bieten Einzelintegration für Kinder mit besonderen Bedürfnissen an
und sind grundsätzlich bereit Behindertenarbeit zu leisten, da wir
26
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
die räumlichen und personellen Voraussetzungen bieten können.

Wir bemühen uns frühzeitig Anzeichen zu erkennen, die auf eine
Hochbegabung schließen lassen und teilen dies den Eltern mit.
11. Ein Tag im Kindergarten
Jeder Tag wird durch freie Spielmöglichkeiten, gezielte Angebote,
Bewegungseinheiten, Kleingruppenarbeit und freies oder gemeinsames
Essen strukturiert.
Freies Spiel :

eigene Auswahl von Spielmaterial, kreativer Gestaltung, handwerklicher Arbeit, Musikinstrumente, Bewegungsangeboten…

eigene Auswahl der Spielpartner.

eigene Auswahl des Spielortes in der Gruppe oder in Nebenräumen.
Gezielte Angebote:

täglicher Morgenkreis , tägliche –angeleitete Bewegungseinheit,
täglicher Stuhlkreis mit Liedern, Spielen, Eingehen auf Rahmenthemen.
Kochen, Sport, Musik, Kreatives Gestalten, Bücherangebote,
Projektgruppen, Verkehrserziehung, „Maxistunde“- gezielte Förderung der
Vorschulkinder, Experimente,…

Sprachförderung in Kleingruppen

Mögliche Spielorte:
Gruppenräume, Galerien, Eingangsbereich mit „Climber“ , Bewegungsraum,
Schlafraum, Vorschulraum.
Spielen im Garten:
Mit witterungsangepasster Kleidung bei jedem Wetter
Fahrzeugbereich unter dem Haus auch bei Regenwetter
Schlittenfahren im Winter
27
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
12. Auch das gibt es bei uns

Täglich haben die Kinder die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen
einzunehmen. Wir erwärmen ein mitgebrachtes Mittagessen und die
Kinder essen gemeinsam in unserem Essraum.

Zusammenarbeit mit der LAGZ und einer örtlichen Zahnärztin
zur Zahnprohylaxe für alle Gruppen

Regelmäßige Obst- und Gemüsetage , Müslitage

Naturwissenschaftliche Experimente in Zusammenarbeit mit der
Lindauer Initiative – Netzwerk Lindau
„Haus der kleinen Forscher“
Naturwissenschaften und Technik für Mädchen und Jungen
13. Zusammenarbeit mit den Eltern
Damit der Kindergarten seine Aufgabe als eine familienergänzende Einrichtung
wahrnehmen kann, ist es erforderlich, dass Eltern, Erzieherinnen und Erzieher
vertrauensvoll und eng zusammenarbeiten.
Der ständige Kontakt zu den Eltern ist für uns eine Selbstverständlichkeit.
Wir pflegen verschiedene Formen der Zusammenarbeit:
mit Eltern:

Regelmäßige Elterngespräche.

Beratungsgespräche.

Entwicklungsgespräche.

Gespräche zwischen Tür und Angel.

Erfahrungs –und Informationsaustausch.
mit Gruppen:
28
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“

Elternabende/nachmittage gruppenintern oder gruppenübergreifend.

Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat.

Zusammenarbeit mit dem Kindergartenförderverein.

Feste für die ganze Familie.

Mitarbeit bei Projekten und Festen.
schriftliche Informationen:
 Elternbriefe.

Halbjährlicher Terminplan

Informationswand im Eingangsbereich.

Informationswände vor den Gruppenräumen mit Hinweisen zum Tagesoder Wochenablauf.

Wochenrückschau.

Internetseiten.

Jederzeit einsehbare Konzeption.

„Herzlich Willkommen“ – Betreuungsvertrag unseres Kindergartens + CD

Jährlicher Fragebogen ,um die Zufriedenheit und Wünsche der Eltern zu
ermitteln.
14. Arbeit des Teams
Eine gute Zusammenarbeit in unserem Team ist für uns die Basis einer guten Qualität.
Team - Arbeit bedeutet für uns :

gegenseitige Unterstützung.

jeder kann seine Vorschläge und Ideen einbringen.

gemeinsames Planen von Projekten, Festen und Ausflügen.

gemeinsame Lösung anstehender Probleme.

gegenseitige Hilfe auch im „Kleinen“.
29
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“

Gestaltung und Planung der Elternarbeit.

jedes Teammitglied achtet auf die Kinder aller Gruppen und
kann im Notfall bei Konflikten helfen und trösten

Alle Teammitglieder können auch gruppenübergreifend
eingesetzt werden (z.B. bei Krankheit, Urlaub……)
Damit dies stattfinden kann, treffen wir uns regelmäßig zu Teamsitzungen.
Seit einigen Jahren werden einmal jährlich Personalgespräche mit jeder
Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter als positive Unterstützung der eigenen
Entwicklung durchgeführt.
Die Teilnahme an den regelmäßigen Teamgesprächen ist verbindlich und
und für alle selbstverständlich.
Weil Anregungen von außen unentbehrlich sind, und wir großen Wert auf
fachliche Kompetenz legen, nimmt jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter
mindestens zweimal pro Jahr an einer Fortbildung teil .
15. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Eine enge Kommunikation mit verschiedenen Ämtern, Behörden, Fachdiensten,
Ärzten und Therapeuten ,sowie die Zusammenarbeit mit der Schule kommen
den Kindern und Eltern zugute.
Informationen über ein Kind werden jedoch an die Schule oder an die Therapeuten
Immer erst nach Absprache mit den Eltern und deren Einverständnis weitergegeben.
Wir arbeiten zusammen mit:

unserem Träger ,der Stadt Immenstadt

der Königsegg-Schule Immenstadt

der Fachberatung des Caritasverbandes Augsburg
30
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“

dem Jugendamt Sonthofen

dem Gesundheitsamt Sonthofen

dem Kinderschutzbund Immenstadt

der mobilen Hilfe Sonthofen

den Leitungen der Kindergärten Immenstadt und Oberallgäu

den Kinderärzten Immenstadt und Oberallgäu

Logopäden und Ergotherapeuten

der Kinderhilfe Kempten

der Frühförderstelle Kempten

Psychologen und der Erziehungsberatungsstelle Sonthofen

der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) Sonthofen
16. Öffentlichkeitsarbeit
Es ist uns wichtig, dass wir unsere Arbeit auch nach außen hin darstellen und
transparent machen. Dies geschieht durch:





Feste und Veranstaltungen z.B. Sommerfest, Martinsumzug
Mitteilungen im Stadtjournal
Homepage im Internet
Pressemitteilungen im Allgäuer Anzeigenblatt oder Extra
unser jetziges Konzept
17. Qualitätssicherung und – entwicklung
Um den Auftrag als städtischer Kindergarten erfüllen zu können, ist eine ständige
Weiterentwicklung unserer Arbeit erforderlich.
Seit 2005 erstellt unser Team regelmäßig Qualitätsbausteine als Basis für ein sich
weiterentwickelndes Konzept.
31
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Dabei sind die folgenden Punkte besonders intensiv bearbeitet worden:









Sprachförderung ► Sprachberatung für Kindertagesstätten
Vorschularbeit
Kooperation mit der örtlichen Grundschule
Entwicklungsprotokolle
Einführung der Portfolios
Gesundheitserziehung ►Projekt : „Tiger kids“
Bewegungsangebote und Programme
Elterngespräche
Projekt: „Haus der kleinen Forscher“
Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter, sowie unser Träger sind an diesen Prozessen
beteiligt und tragen Verantwortung für die Umsetzung der festgelegten Ziele im
jeweiligen Arbeitsbereich.
Eine Überprüfung unserer Arbeit ist unter anderem die jährlich durchgeführte
Fragebogenaktion zur Zufriedenheit der Eltern.
32
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
18. Nachwort
Jahre intensiver Arbeit an diesem Konzept liegen hinter uns.
Mein Dank gilt meinen Kolleginnen und Kollegen, die in vielen Dienstbesprechungen
und mit viel Engagement ihren Betrag zu diesem Konzept geleistet haben.
Mitgewirkt haben:
Antje Betke
Michaela Erhard
Manuela Häfelein
Simone Hüttlinger
Lena Maier
Doris Rapinczuk
Monika Ruepp
Sabine Ruthmann
Beate Przybilka
Tuba Sahin
Immenstadt , im September 2011
Ursula Herbertz-Bosse
Impressum:
Herausgeber : Auwald –Kindergarten, Immenstadt
Redaktion:
U.Herbertz-Bosse und Team
Alle Rechte an diesem Konzept sind dem Auwald- Kindergarten, Immenstadt vorbehalten
33
Städtischer Kindergarten „Am Auwald“
Literaturhinweise
Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder
in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung
Krenz , Armin
Der situationsorientierte Ansatz
Handbuch Öffentlichkeitsarbeit
Die Konzeption – Grundlage und Visitenkarte einer Kindertagesstätte
Seht doch was ich alles kann
Was Kinder brauchen – Entwicklungsbegleitung im Kindergarten
Herder- Verlag
Huppertz, Norbert
Erleben und Bilden im Kindergarten
Wir erstellen eine Konzeption
Herder- Verlag
Don Bosco- Verlag
Neumeister, Bernd
Der Bewegungskindergarten
Quante, Sonja
Was Kindern gut tut
Borgmann- Verlag
Reichert-Garschhammer, Eva
Schulvorbereitung und Begleitung des Kindes beim Übergang in die Schule
Staatsinstitut für Frühpädagogik
Alf ,Renate
Cartoons für Erzieherinnen
Neue Cartoons für Erzieherinnen
Vom Kinde verdreht
Herder -Verlag
Wir danken dem HERDER-VERLAG, Freiburg herzlich für die kostenlose AbdruckGenehmigung der Illustrationen in dieser Konzeption.
34
Herunterladen
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