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EUROPÄISCHE KOMMISSION
PRESSEMITTEILUNG
Brüssel, 3. Juli 2014
Ihre Meinung zur Zukunft der Forschung ist gefragt –
öffentliche Konsultation zu „Science 2.0“
Die Europäische Kommission hat heute eine öffentliche Konsultation zum Thema
„Science 2.0“ („Wissenschaft 2.0“) eingeleitet, um den Trend hin zu einer offeneren,
datengestützten und auf den Menschen ausgerichteten Vorgehensweise in Forschung und
Innovation besser einschätzen zu können. Forscher nutzen digitale Werkzeuge, um
Tausende von Menschen an Forschungsarbeiten zu beteiligen, zum Beispiel, indem sie sie
um Meldung bitten, wenn sie an Grippe erkranken, um Ausbrüche der Krankheit zu
erfassen und mögliche Epidemien vorhersagen zu können. Sie gehen auch offener mit
Informationen um: sie veröffentlichen ihre Ergebnisse in einem frühen Stadium im
Internet, und sie vergleichen und diskutieren ihre Arbeiten, um sie so zu optimieren.
Immer mehr wissenschaftliche Veröffentlichungen stehen kostenlos online zur Verfügung.
Schätzungen zufolge wurden 90 Prozent aller derzeit weltweit verfügbaren Daten in den
letzten zwei Jahren hervorgebracht. Der jährliche Zuwachs an wissenschaftlichen Daten
beträgt 30 %.
Bei dieser Konsultation geht es um die Bekanntheit dieser Trends und die Beteiligung
daran; außerdem sollen Meinungen zu den durch „Science 2.0“ geschaffenen
Möglichkeiten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wissenschaft und
Forschung eingeholt werden. Einsendeschluss für die Antworten ist der 30. September
2014.
Dazu Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und
Wissenschaft: „„Science 2.0“ revolutioniert unsere Art, zu forschen – von der Analyse und
Weitergabe von Daten und Veröffentlichungen bis zur globalen Zusammenarbeit. Die
Bürger erhalten die Möglichkeit, sich an der Suche nach neuem Wissen zu beteiligen. Der
gesamte wissenschaftliche Prozess wird transparenter und effizienter. Dabei stellen sich
auch Fragen der Integrität und Qualität – deshalb wollen wir die Meinungen der Menschen
dazu hören, wie garantiert werden kann, dass sich „Science 2.0“ für Europa positiv
entwickelt.“
Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission,
erklärte hierzu: „Heute bieten digitale Technologien und Werkzeuge die Chance für eine
Erneuerung, durch die die Qualität der Forschung und Innovation gesteigert werden
kann und beide gleichzeitig für Bürger und Gesellschaft relevanter werden können. Wir
befinden uns im Übergang zu einer offenen, digitalen Wissenschaft – ein Trend, der sich
allmählich, aber unaufhaltsam vollzieht. Dieser Trend und das Bestreben, ihn sich zu
eigen zu machen, wurde nicht von der Politik ausgelöst, sondern stammt aus den
wissenschaftlichen und akademischen Gemeinschaften selbst. Ich bin entschlossen, ihn
zu unterstützen.“
Die Europäische Kommission hat bereits einige Aspekte von „Science 2.0“ in ihre Politik
integriert. Insbesondere ist ein offener Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen
für Forschungsarbeiten im Rahmen von Horizont 2020, dem neuen Forschungs- und
IP/14/761
Innovationsprogramm der EU, obligatorisch. Ein Pilotprojekt für offene Forschungsdaten
wurde ebenfalls eingeleitet. Durch die Forschungsprogramme der EU werden auch eine
Reihe von wissenschaftlichen Projekten finanziert, die von Bürgern betrieben werden,
und einige der e-Infrastrukturen unterstützt, die „Science 2.0“ ermöglichen.
Abbildung: Laufende Änderungen, die sich auf den gesamten Forschungszyklus auswirken,
von der ersten Idee bis zur Prüfung und Veröffentlichung
Die Konsultation sowie Hintergrundinformationen finden Sie auf der Website der
Europäischen Kommission: Ihre Stimme in Europa (http://ec.europa.eu/research/science2.0). Sie können die Diskussion auch über die sozialen Medien verfolgen (Hashtag
#Science20).
Hintergrund
„Science 2.0“ wird weltweit rasch immer populärer, da sich die digitale Technik ausbreitet
und die traditionelle Wissenschaft einige Schwächen aufweist; so ist der Prozess
wissenschaftlicher Veröffentlichungen langsam und kostspielig, das Peer-Review-System
wird kritisiert, und die Wiederholung von Forschungsergebnissen ist aufgrund des Fehlens
wiederverwendbarer und reproduzierbarer Daten ein Problem.
All dies geschieht vor dem Hintergrund großer, miteinander in Zusammenhang
stehender Trends:
 deutliche Zunahme der wissenschaftlichen Produktion und Trend zur offenen
Zugänglichkeit
wissenschaftlicher
Informationen
und
zur
offenen
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Forschungszusammenarbeit (Zusammenarbeit räumlich voneinander entfernter
Wissenschaftler);
 stetige Zunahme der Zahl der Akteure in der Forschung (die Zahl der
Wissenschaftler ist so groß wie nie) und stärkere Einbeziehung der Bürger (in die
Forschung selbst, als Förderer oder bei der Festlegung der Forschungspläne);
 neue Formen der Forschung dank der Verfügbarkeit umfangreicher Datensätze
(90 % aller weltweit verfügbaren Daten wurden in den letzten zwei Jahren
hervorgebracht) und stetig steigende Rechnerleistung.
Links
„Horizont 2020“: http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/
Digitale Agenda: http://ec.europa.eu/digital-agenda/
Kontakt für die Medien:
Michael Jennings (+32 229-63388), Twitter: @ECSpokesScience
Monika Wcislo (+32 229-55604)
Ryan Heath (+32 229-61716), Twitter: @RyanHeathEU
Siobhan Bright (+32 229-57361), E-Mail: [email protected]
Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11
oder per E-Mail
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