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4. Dezember 2015
ANSCHOBER/ Weltklimakonferenz in Paris auch für Oberösterreich
in vielen Bereichen entscheidend für unsere Zukunftsentwicklung
Es braucht einen verbindlichen Weltklimavertrag zur massiven Verringerung der
CO2-Emissionen - das ist entscheidend für Oberösterreichs Klimaentwicklung,
für Begrenzung der Auswirkungen und für unsere Wirtschaft
(LK)
In den letzten Jahren jagt
ein Rekord an Jahrestemperaturen oder
Wetterphänomenen den nächsten: 2015 könnte das weltweit heißeste Jahr seit
Wetteraufzeichnung werden. In Oberösterreich wurde das bisherige RekordTemperatur-Jahr erst letztes Jahr gemessen, auch heuer könnte es in den Bereichen
Zentralraum, Mühl- und Innviertel neuerlich zu einem Rekordjahr kommen. Die
Temperaturen 2015 liegen im jeweiligen Monat in OÖ bis zu +4Grad Celsius über dem
langjährigen Temperaturmittel.
LR Rudi Anschober: „Mit diesen alarmierenden Fakten im Rücken, mit Rückmeldungen
zu Klimaschutzmaßnahmen aus 170 Ländern, mit Vorschlägen aus den USA und
China muss es bei dieser Weltklimakonferenz in Paris in den nächsten Tagen gelingen,
einen Weltklimavertrag zu verabschieden. Hauptziel: drastische Verringerung von
Treibhausgas-Emissionen – verbindlich, für alle. Wir müssen weltweit raus aus den
Fossilen und rein in die Erneuerbaren, wie Wasser, Wind, Sonne. Nur so können wir
eine Lebenswelt erhalten, die auch für unsere nächsten Generationen noch lebenswert
ist! Denn klar ist: je höher die Temperaturen steigen, desto größer sind die negativen
Auswirkungen der Klimakrise auch für OÖ - mehr extreme Witterung, mehr extremes
Hochwasser, mehr Dürrephasen, mehr Schwierigkeiten für die Landwirtschaft uvam.
Klar ist, dass die weltweite Flüchtlingsbewegung in den nächsten Jahren durch
zunehmende Klimakrise massiv verstärkt werden kann.“
Modellregion Oberösterreich – Klimavertrag kann Wirtschaftsturbo werden
LR Anschober hat den Klimaschutz von 2005-2015 durch die Energiewende zu einem
zentralen Schwerpunkt der Landespolitik gemacht – trotz der oö. Bedeutung als
Großindustrie-Standort wurden die CO2-Emissionen seit 2005 um fast 10% gesenkt.
Die Emissionen bei der Energieversorgung bzw. beim Kleinverbrauch von 1990 bis
Mag.a Tina Schmoranz (+43 732) 7720-12083 oder (+43 0)664 60072 12083
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2013 konnten sogar um 43 bzw. 42% in OÖ verringert werden. Das war aber erst der
Beginn.
LR Anschober: „Oberösterreich ist eine Modellregion des Klimaschutzes. Wir haben es
– obwohl Standort der nationalen Stahlindustrie sowie weiterer energieintensiver
Großindustrie – geschafft, pro Jahr bereits 8 Millionen Tonnen CO2-Emission zu
vermeiden. Durch Energieeffizienz und die Umstellung auf Erneuerbare Energieträger.
Das schafft Klimaschutz und Arbeitsplätze und senkt die Betriebskosten. Damit sind wir
Vorbild in der Weltgemeinschaft! Wird Paris zu einem Erfolg, dann bedeutet dies einen
klaren verbindlichen Kurs Richtung noch deutlich stärkerer CO2-Einsparungen weltweit
- und damit auch in OÖ. Für Oberösterreichs Wirtschaft kein Problem, da sie vielfach
Technologieführer ist und eine weltweite Verbindlichkeit des Klimaschutzes auch
Konkurrenznachteile verhindert.“
Weltweiter verbindlicher Klimaschutz bedeutet für Oberösterreich aber auch eine
enorme
Wirtschaftschance
-
denn
OÖ
ist
in
vielen
grünen
Technologien
Weltmarktführer und steht für den Fall großer weltweiter Investitionen in den
Klimaschutz vor einer enormen internationalen Marktchance. Ein verbindlicher
Weltklimavertrag kann für Oberösterreich zum Turbo für Wirtschaft und Arbeitsplätze
werden.
Szenarien des Klimawandels konkret in Oberösterreich
Die
Folgen
des
Klimawandels
mit
extremeren
Temperaturen,
extremeren
Niederschlägen, mehr Hitze- und Trockenperioden, mit schmelzenden Gletschern oder
höheren Meeresspiegeln sind weltweit schon spürbar. In einer Studie der BOKU Wien/
Prof. Herbert Formayer wurden heuer speziell für OÖ Szenarien der Klimaentwicklung
skizziert. Die alarmierenden Ergebnisse: Eine deutliche Erhöhung der Temperaturen in
OÖ um rund 2°C ist nicht mehr vermeidbar. Sollte jedoch international der Klimaschutz
weiterhin nicht angegangen werden und die Emissionen weiter steigen, dann zeigt das
worst case-Szenario eine Temperaturerhöhung um bis zu 6,5 Grad bis Ende des
Jahrhunderts und eine bis zu Verzehnfachung der Hitzetage in Linz.
Anschober: "Es wäre völlig verantwortungslos den nächsten Generationen gegenüber,
so eine Welt zu hinterlassen. Wir brauchen daher einen Weltklimavertrag – Jetzt!"
Mag.a Tina Schmoranz (+43 732) 7720-12083 oder (+43 0)664 60072 12083
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