Villafranca - Impariamo il tedesco

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Villafranca
GEOGRAPHIE:
Villafranca liegt 20 km südlich von Verona und ist, mit zirka 33000 Einwohnern, die
größte Stadt der Provinz Verona.
Sie hat viele Ortsteile: Dossobuono, Rosegaferro, Pizzoletta, Caluri, Alpo, Quaderni und
Rizza.
In Villafranca gibt es viele Industrien und den wichtigen Flughafen „Catullo“.
BERÜHMTE PERSÖNLICHKEITEN:
In Villafranca wurden viele wichtige Persönlichkeiten geboren und viele Straßen und
einige Schulen tragen ihren Namen:

Rinaldo Cavalchini, Schriftsteller;

Iacopo Tumicelli, Maler;

Angelo Messedaglia, Ökonomist;

Carlo Anti, Archäologe.
GESCHICHTE:
Villafranca entstand im Jahr 1185 als Freiburg.
Ihre Ursprünge sind römisch.
In der Architektur wurde Villafranca mehr von den Österreichern als von den
Venezianern oder den Scaligern (der herrschenden Familie Veronas) beeinflusst.
Im Jahr 1200 begannen die Scaliger die Errichtung der Scaligerburg.
Im Jahr 1400 wurden die ersten Verteidigungsmauer der Gegend gebaut.
In der Zeit des Risorgimento (19. Jahrhundert) erwarb Villafranca historischen und
literarischen Ruhm. In diesen Jahren gab es die Unterschrift des Waffenstillstands von
Villafranca zwischen Napoleon dem Dritten und dem östrerreichischen Kaiser im
Gandini-Bugna Gebäude, heute als Palazzo Bottagisio bekannt. Mit dieser Unterschrift
endete der zweite Unabhängigkeitskrieg.
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Seit der italienischen Einheit bis zum Zweiten Weltkrieg erlebte Villafranca viele Jahre
von wirtschaftlicher Krise. Heute ist es nach der Stadt Verona das zweitgrößte Zentrum
der Provinz Verona.
DIE DREI UNABHÄNGIGKEITSKRIEGE:
Im 19. Jahrhundert lag Norditalien bzw. die heutige Lombardei und Venetien unter
einer fremden Regierung: Österreich. Die sogenannten „drei Unabhängigkeitskriege„
sind die drei Kriege, die 1848, 1859 und 1866 in Norditalien stattfanden, um die
Lombardei und Venetien von der österreichischen Herrschaft zu befreien. Der
italienische Staat, der den italienischen Vereinigungsprozess leitete, war das Königreich
Piemont-Sardinien der Königsfamilie Savoyen.
DER ERSTE UNABHÄNGIGKEITSKRIEG
Dieser Krieg begann im Jahr 1848. Dadurch wollte das Königreich Piemont-Sardinien
die Lombardei und Venetien von den Österreichern befreien. In diesem Krieg kämpfte
also das Königreich Piemont-Sardinien GEGEN Österreich.
Das Ergebnis
Das Ergebnis war die Niederlage Karl Alberts von Savoyen (d.h. von PiemontSardinien) und der Waffenstillstand in Salasco-Vignale. König Karl Albert dankte ab
und sein Sohn Vittorio Emanuele II wurde König.
DER ZWEITE UNABHÄNGIGKEITSKRIEG
Im Jahr 1859 begann der zweite Unabhängigkeitskrieg. Der König Vittorio Emanuele II
mit dem Ministerpräsidenten des Königsreichs Savoyen(Camillo Benso von Cavour)und
mit dem Verbündeten Napoleon III(dem dritten), der der Kaiser Frankreichs war,
kämpften gegen den österreichischen Kaiser Franz Joseph.
Ereignisse:
Phase A:
Die erste Phase dieses Krieges war eine politische Phase. Camillo Benso schloss mit
dem Kaiser Frankreichs einen Geheimvertrag. Nach vielen Provokationen vom
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Ministerpräsidenten Cavour erklärte Österreich 1859 dem italienischen Reich den Krieg:
das war der Beginn des zweiten Unabhängigkeitskriegs.
Phase B:
Im Gebiet um Villafranca fanden die zwei letzten Schlachten gegen Österreich statt:
-in Solferino kämpften die Franzosen gegen die Österreicher
-in San Martino kämpften die Piemontesen gegen die Österreicher.
In dieser Phase erobert das Königreich Piemont-Sardinen sowohl die Lombardei, als
auch Venetien.
Ergebnis:
Das Ergebnis war aber unerwartet. Die Lombardei und Venetien waren fast erobert
worden. Aber zu diesem Zeitpunkt traf sich der französische Kaiser Napoleon III mit
dem österreichische Kaiser Franz Joseph am 11.6.1859 in Villafranca und die beiden
unterzeichneten einen Kompromiss: den sogenannten Waffenstillstand von Villafranca.
Nach diesem Vertrag :

die
Lombardei
wurde
dem
italienischen
Königreich
Piemont-Sardienen
angeschlossen

alle italienischen Staaten sollten in einer italienischen „Konföderation“ unter der
Führung des Papsts zusammengebracht werden.

Venetien, so wie auch Trentino, Südtirol, Venezia-Giulia, Dalmatien und Mantua,
also alle vier Festungen des Vierecks, sollten unter der österreichischen
Herrschaft bleiben.
Der zweite Unabhängigkeitskrieg endet also mit diesem Ergebnis: die Lombardei
unter dem Königreich Savoyen, aber Venetien unter Österreich.
DER DRITTE UNABHÄNGIGKEITSKRIEG
Im 1866 beginnt der dritte Krieg. In dieser Zeit alliierte sich der preußische Kanzler Otto
von Bismarck mit König Vittorio Emanuele II, um Österreich zu schlagen und Venetien
zu erobern.
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Ergebnis:
Der Krieg des Königreichs Piemont-Sardinien gegen Österreich scheiterte, aber in
Europa hatte Preußen gewonnen. Dank dem internationalen Vertrag zwischen Italien
und Preußen konnte jedenfalls das Königreich Piemont-Sardinien Venetien erwerben.
Die Einheit Italiens wurde 1870 erreicht, als Rom angeschlossen wurde.
SEHENSWUERDIGKEITEN IN VILLAFRANCA:
Palazzo Bottagisio
In der Via Pace (Friedenstraße) liegt das berühmte Palazzo
Gandini-Bugna-Bottagisio, wo sich am 11. Juli 1859 die Käiser von
Frankreich und Österreich (Napoleon III und Franz Joseph/auf Italienisch
Francesco Giuseppe) trafen, um über den Frieden nach dem
Unabhängigkeitskrieg von1859 zu verhandeln. Das Palazzo gehört zu der
Gemeinde und wurde neulich renoviert. Darin befindet sich auch ein modernes
Museum des Risorgimento, ein Vortragsaal und bald wird hier auch ein
kulturelles Zentrum eröffnet. Das Palazzo hat auch einen öffentlichen Park,
der zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet ist.
Die Burg “Castello Scaligero”
Der Bau der Burg von Villafranca (des “Castello Scaligero”) begann sofort nach der
Gründung der Stadt und die erste Phase endete im Jahr 1202. Die Burg wurde von den
feindlichen Bürgern aus Mantua verbrannt und zerstört. Die herrschende Familie war
auch hier in Villafranca - so wie in Verona - die adlige Familie der „Scaligeri“. Es waren
also die Scaligeri, die 1242 die Burg wiederaufbauen ließen.
Zwischen 1345 und 1355 ließen die Scaligeri auch den Hauptturm errichten. Darüber
hinaus
fügten
sie
die
Burg
in
ein
komplexes
defensives
System
(ein
Verteidigungssystem), das sich von dem Ort Nogarole Rocca bis Valeggio erstreckte.
Dieses System war wie ein „Netz“ von verbundenen Burgen und ist als "Serraglio"
bekannt. Innerhalb der Burg gibt es eine Kirche: die Kirche des „Santo Crocifisso“. In
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dieser alten Kirche gibt es ein Fresko vom 12. Jahrhundert und 3 Gemälden vom Maler
Lanceni. Das Fresko zeigt die Passion Christi. In dieser Kirche hat Shakespeare einige
Szenen seines Werks „Romeo und Julia“ angesiedelt. Man sagt, genau in dieser kleinen
Kirche trafen sich Julia und Paris.
In der Nähe der Burg liegt das Museum des Risorgimento, das heisst, das Museum der
Unabhängigkeitskriege Italiens.
Das Caffè Fantoni
Das Café Fantoni wurde im Jahr 1845 von Giovanni Fantoni gegründet und es
wurde während des 19. ten Jahrhunderts ein Treffpunkt für Künstler und
Intellektuelle.Hier
hat
auch
Napoleone
III
(=der
dritte)
geschlafen.
Noch heute werden hier die berühmten "Sfogliatine" produziert, eines der
typischen
und
leckersten
Backprodukte
Villafrancas.
Hotel "Il Sole"
Das Hotel "Il Sole" befindet sich in einem Gebäude, das in der Vergangenheit
Sitz del Lokalverwaltung war. An der Fassade befindet sich ein Wappen, das die Sonne
darstellt.
Der Dom
Der Dom der Heiligen Peter und Paul liegt in der Innenstadt, im Corso Vittorio
Emanuele II. Er ist das wichtigste Baudenkmal in der Stadt (nach der Skaligerburg) und
ist eine genaue Kopie der Basilika des „Redentore alla Giudecca“ (des Erlösers) in
Venedig, die dem berühmten Architekten Andrea Palladio zu verdanken ist. Die
Errichtung des Doms wurde im Jahr 1786 begonnen und er wurde im Jahr 1882
eingeweiht. Im Innern sind wertvolle Werke und wichtige Gewebe zu finden.
Die „Kirche der Disziplin“
Die Kirche ist eine Barockkirche und hat eine Barockfassade mit einem Relief
(bassorilievo). Sie liegt in Hauptstraße. Im Jahr 1499 schenkte Graf Giorgio Maffei die
Kirche der „confraternita dei disciplinati“ (d.h. der Brüderschaft der Disziplinierten). Die
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Mönche haben sie dann vergrößert. Drinnen gibt es ein Mortorio (ein Gemälde) aus
dem 15. Jahrhundert. Auf der linken Seite des Schiffes gibt es neun Statuen, die vor
kurzem restauriert wurden. Im Jahr 1700 wurden auch 4 Statuen von Soldaten
beigefügt. An den Wänden gibt es ein Fresko der Via Crucis aus dem 18. Jahrhundert.
Die Kirche der Franziskaner und der Mönche
Die Kirche der Franziskaner und der Mönche Cappuccini liegt im westlichem Teil des
Burgplatzes. Sie liegt, wo die Mönche ihr Kloster (convento) im Jahr 1832 aufbauten.
Das gegenwärtige Gebäude wurde im Jahr 1973 gebaut. Die Kirche hat eine reiche
Bibliothek, Drucken aus der Zeit 1600-1700 (aus dem siebzehnten und achtzehnten
Jahrhundert) und Geweben.
Das Oratorium von S. Rocco
Das Oratorium ist ein Wallfahrtsort (santuario), der San Rocco gewidmet wurde. Es
liegt am Ende der Hauptstraße. San Rocco ist wichtig für Villafranca, denn die Leute
glaubten, er verteidigte (difese) die Stadt gegen die Pest. Das Oratorium wurde im Jahr
1400 gebaut. Die Kirche hat nur ein Kirchenschiff (navata) und enthält viele Fresken.
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