Gallensteine, OÖN - Prof. Dr. Klaus Emmanuel

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2 Gesundheit
MITTWOCH, 3. APRIL 2013
Neue Einblicke in kleinste Körperstrukturen
„Mikro“-Endoskopie ermöglicht es Chirurgen der Barmherzigen Schwestern Linz, direkt in die Gänge von
Gallenblase und Bauchspeicheldrüse vorzudringen, und bösartige Erkrankungen sicher auszuschließen
D
ie technische Verkleinerung von Endoskopen
ermöglicht es heute dem
Mediziner, in kleinste
Hohlraumsysteme und Gänge des
Körpers vorzudringen. Eine Diagnose und eventuelle Therapie wird
damit wesentlich vereinfacht.
„Mini“- oder „Mikro“-Endoskope
werden in den unterschiedlichsten
medizinischen
Fachrichtungen
eingesetzt. In der Chirurgie haben
sie einen besonders hohen Stellenwert: Daher kommt in der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Linz als einem der ersten Spitäler Oberösterreichs ein so genanntes „Mutter-Baby-Endoskop“
zum Einsatz. Lange Zeit hatten die
Spezialisten bei der Untersuchung
im Bereich des Magen-Darm-Traktes lediglich Endoskope mit einem
Durchmesser von acht bis zwölf
Millimetern zu Verfügung.
Vier Millimeter genügen
Das neue Spezialgerät, das bei den
Barmherzigen Schwestern verwendet wird, weist einen Durchmesser
von nur vier Millimetern auf und
wird durch den Kanal eines größeren Endoskops (daher die Bezeichnung „Mutter-Endoskop“) über den
Mund direkt in den Gallengang geschoben, wodurch es erstmals
möglich ist, die Gallenwege von innen sichtbar zu machen.
Dabei untersucht der Arzt die
Gallengänge und die Gallenblase
sowie den Ausscheidungsgang der
Bauchspeicheldrüse mit einem
Kontrastmittel und stellt sie unter
Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen dar. Das Verfahren dient
der Diagnose und Therapie eines
Gallestaus (Cholestase) durch Gallensteine oder Engstellen im Be-
UNTERSUCHUNGSTECHNIK
Magen
Gallenblase
Hauptgallengang
,,
Bereits bei der „Magenspiegelung“ bespricht Prof. Emmanuel (mitte) mit seinen Kollegen die Befunde.
reich der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge sowie Tumoren.
„Bisher konnten die Gallengänge
nur indirekt im Rahmen einer Magnet-Resonanztomographie (MRCP)
oder einer Endoskopie (ERCP) mituntersucht werden. Mit dem Mutter-Baby-Endoskop können auch
durch Zysten hervorgerufene Veränderungen an den Gallenwegen
problemlos beurteilt werden“, sagt
Univ.-Prof. Klaus Emmanuel, Leiter
der Allgemeinchirurgie im Krankenhaus
der
Barmherzigen
Schwestern Linz. Im medizinischen Fachjargon wird die Untersuchung „ERCP“ (endoskopisch retrograde Cholangiografie) bezeichnet. In dem Spital werden jährlich
rund 450 Entfernungen von Gallen-
„Mit dem Mutter-Baby-Endoskop steht uns eine hervorragende Diagnosemöglichkeit zur Verfügung, mit der wir
bereits während der Untersuchung
Gewebeproben entnehmen können.
Dadurch lässt sich
ohne Operation
feststellen, ob die
Veränderung gutoder bösartig ist.“
❚ Klaus
Fotos: KH BS
Emmanuel,
Leiter Chirurgie KH
Schwestern Linz
steinen durchgeführt, insgesamt
gibt es jährlich 700 Eingriffe an Gallenblase und -gängen. Entdeckt der
Chirurg während der Untersuchung mit dem Mikro-Endoskop
MeThoDen DeS LebenSRAuM-ConSuLTinG –
LichtbioLogie
Dies betrifft vor allem die
in Büroräumen vorherrschenden Leuchtstofflampen, aber auch die noch
vor kurzem von der Industrie so gepriesenen Energiesparlampen. Ihr Defizit in punkto biologischem
Licht liegt nicht nur im Gehalt von Quecksilber, sondern vor allem an einem
hohen Blauanteil und einer
schlechten Wiedergabe von
Farben. Zudem belastet bei
diesen Lampen auch ein für
Empfehlenswert sind hier
sogenannte Wärmestrahler,
also jene Lampen, in denen
ein dünner Metalldraht zum
Glühen gebracht wird und
dadurch Licht erzeugt. Diese Technik mag aus heutiger Sicht antiquiert scheinen, kommt aber unserem
Sonnenlicht am nächsten
und ist somit die beste energetische Lichtquelle. Nach
dem Verbot der herkömmlichen Glühlampe stehen leider nur mehr Halogenlampen als einzige Vertreter
dieser Lichtquellen für den
Konsumenten zur Auswahl.
Die LED wird zwar im Moment als DIE Lösung aller Licht- und Energieprobleme verkauft, hat jedoch
aus Sicht der Lichtbiologie
Nachteile gegenüber den
Halogenlampen. Auch sie
besitzt, wie die Energiesparlampe, einen hohen Blauanteil im ausgesendeten Licht,
keine 100%ige Farbwiedergabe und ist durch die elektronische Ansteuerung ein
„Flackerlicht“. Auch wenn wir
dies aufgrund der Trägheit
unseres Auges nicht sehen
können, so ist es dennoch
vorhanden und beeinträchtigt die Lichtqualität.
Vor allem vor dem Zubettgehen empfiehlt sich der
Aufenthalt in einem Raum,
der mit Halogen-Glühlampen sanft beleuchtet ist.
Durch den hohen Rotanteil
im Licht wird unser Körper
auf die Schlafphase vorbereitet und Sie werden besser entspannen und einschlafen!
Auffälligkeiten am Gewebe, kann
er sofort eine Probe entnehmen
und anschließend feststellen, ob es
sich um eine gut- oder bösartige
Veränderung handelt. Werden
Krebszellen nachgewiesen, kommt
es rasch zu einer operativen Entfernung des Tumors.
Die Chirurgen im Krankenhaus
der Barmherzigen Schwestern sehen sich auch oft mit einem – bei
Laien kaum bekannten – Problem
konfrontiert: Bereits im Kindesalter können Zysten des Gallenganges auftreten. „Diese entarten beinahe immer zu einem bösartigen
Tumor und sollten daher unbedingt bis zum 30. Lebensjahr operativ entfernt werden“, sagt Univ.Prof. Emmanuel.
(luke)
Papille
Bauchspeicheldrüse
Qelle: proCompliance, Grafik OÖN
❚ GALLENSTEINE
Gallensteine entstehen meist
durch ein Ungleichgewicht in
der Zusammensetzung des Gallensaftes. Ursächlich ist meist
ein zu hoher Cholesterinspiegel.
Über 90 Prozent der Steine bestehen aus Cholesterin und
weisen oft eine glatte, runde
Struktur auf. Erreichen sie eine
entsprechende Größe, sind sie
kantig und können sich im Gallengang verhaken. Seltener
sind Pigmentsteine, die klein,
schwarz, hart und zackig sind,
sowie Kombinationssteine, die
schichtweise entstehen.
Essstörungen: Internet
als Hilfe zur Selbsthilfe
Psychologin hält mit Patientin Kontakt via E-Mail
© vovan - Fotolia.com
das Auge nicht wahrnehmbares Flackern unsere Psyche. Können diese Eigenschaften mit technischen
Mitteln bei der Arbeitsplatzbeleuchtung noch toleriert
bzw. ausgeglichen werden,
so ist die Verwendung solcher Lampen im Wohnbereich aus energetischer
Sicht abzulehnen.
Bauchspeicheldrüsengang
Zwölffingerdarm
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Licht ist Leben! Diese
Feststellung stimmt immer, wenn dabei Sonnenlicht gemeint ist. Die Menschen in der heutigen industriellen Gesellschaft
halten sich aber den größten Teil des Tages in geschlossenen Räumen auf
und haben relativ wenig Kontakt mit den von
der Sonne gespendeten
Strahlen. Wir lösen unser
Lichtproblem daher mit
künstlichen Lichtquellen.
Diese unterscheiden sich
jedoch zum Teil massiv
vom Sonnenlicht, besonders wenn wir den energetischen, also den lebensspendenden Aspekt betrachten.
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Etwa 200.000 Österreicherinnen
erkranken einmal in ihrem Leben
an einer Essstörung, aber nur sechs
Prozent begeben sich – wegen der
großen Hemmschwelle – in die Betreuung einer psychiatrischen Einrichtung. Eine aktuelle Studie an
der Universitätsklinik für Kinderund Jugendpsychiatrie der Medizinuniversität Wien zeigt, dass ein
Therapie-Erfolg bei Bulimie (EssBrechsucht) auch über geleitete
Selbsthilfeprogramme im Internet
möglich ist.
„Die Bulimia nervosa gilt als eine
schambesetzte Erkrankung, was
viele Betroffene daran hindert, professionelle Hilfe in Anspruch zu
nehmen“, sagt Psychologin Gudrun Wagner. Zu Beginn der geleiteten Selbsthilfe via Internet oder
Buch erfolgen eine psychiatrische
Untersuchung und der Aufbau einer therapeutischen Beziehung
mit der Psychologin, die die Patienten bei der Bearbeitung des Selbsthilfeprogrammes unterstützt. Danach läuft alles auf elektronischem
Weg per E-Mail.
In der im British Journal of Psychiatry soeben erschienenen Studie, die gemeinsam mit der Parkland-Klinik in Bad Wildungen
(Deutschland) durchgeführt wur-
de, hat man an 155 Patientinnen
die Wirksamkeit der geleiteten
Selbsthilfe über das Internet-Programm „Salut BN“ mit dem mehrfach evaluierten Selbsthilfebuch
„Die Bulimie besiegen“ verglichen.
Das Resultat: Die Erfolgsquote
ist gleich hoch. Unmittelbar nach
der sieben Monate dauernden
Selbsttherapie waren beim Internet
46 Prozent und beim Buch 48 Prozent der Patientinnen in Remission, das heißt, die Symptome hatten
deutlich nachgelassen. Die Quote
blieb auch bei der folgenden Untersuchung 18 Monate später stabil.
Wagner: „Bei einer Face-to-FaceTherapie ist die Erfolgsrate ähnlich.“
Oft macht Diät krank
(colourbox)
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