I N F O R M A T I O N

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INFORMATION
zur Pressekonferenz
mit
Landesrat Rudi Anschober
16. Oktober 2014
zum Thema
Welternährungstag: Kampf gegen Lebensmittelmüll –
Schwerpunkt dazu im oö. Umweltressort:
Aktueller Stand & Finale der Info-Kochshow-Tour
Weitere Referent/innen:


Werner Schickmayr, Marketingleiter Unimarkt
Gerhard Weinberger, Leiter der Filialorganisation Spar
Rückfragen-Kontakt:
Mag. a Tina Schmoranz (+43 732) 77 20-12083 oder (+43 664) 600 72-12083
LR Rudi Anschober
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Welternährungstag: Kampf gegen Lebensmittelmüll –
Schwerpunkt dazu im oö. Umweltressort:
Aktueller Stand & Finale der Info-Kochshow-Tour
Heute ist Welternährungstag. 805 Millionen Menschen leiden an Hunger.
Das ist ein unfassbarer Skandal, für den es viele politische Ursachen gibt.
Eine davon ist die Tatsache enormer Verschwendung und Vernichtung
von Lebensmitteln. Laut einem neuen Bericht der UNO wird ein Drittel der
Lebensmittelerzeugung
Gesamtkosten
von
2,6
verschwendet.
Billionen
Lebensmittelverschwendung
ist
Dadurch
entstehen
weltweit
Dollar
(rund
2
Billionen
auch
eine
Hauptursache
Euro).
der
Klimaveränderung. Auch bei uns werden Unmengen an Lebensmitteln
verschwendet: Im Durchschnitt pro Haushalt und Jahr in OÖ Essen im
Wert von rund 300 Euro. Umwelt-Landesrat Anschober hat das Ziel
definiert, innerhalb von fünf Jahren die Lebensmittelverschwendung zu
halbieren. Entstanden ist eine große Kampagne mit beachtlichen
Zwischenerfolgen. Immer mehr Menschen machen mit. Ein wesentliches
Instrument dieser Kampagne sind die Kochshows, die in den nächsten
beiden Tagen nach 19 Veranstaltungen zu Ende gehen. Rund 5.000
Menschen haben teilgenommen und sich informiert, große Mengen sonst
im Abfall gelandeter Lebensmittel wurden verkocht. 2015 wird es mit den
Kochshows und einer weiteren Verstärkung der Kampagne gegen
Lebensmittelverschwendung in Oberösterreich weitergehen.
Wie der aktuelle Bericht der UN-Ernährungsorganisation FAO festhält:
„Vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung könnte die
Verringerung der Lebensmittelverschwendung eine entscheidende Rolle
für die Ernährungssicherung spielen, während auch die kritischen
Grenzen des Planteten beachtet werden.“
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Problemaufriss: Lebensmittel im Müll
Die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt,
dass weltweit jedes Jahr rund ein Drittel aller produzierten
Lebensmittel „verloren“ gehen, respektive im Müll landen. Diese
Menge (ca. 1,3 Gigatonnen an essbaren Lebensmitteln) ist
verantwortlich für einen Treibhausgasausstoß von 3,3 Gigatonnen an
CO2-Äquivalenten und ist aufsummiert somit nach den USA und
China der weltweit drittgrößte Treibhausgas-Emittent.
Die oö. Restabfallanalyse und eine erweiternde Studie der
Universität für Bodenkultur haben ergeben, dass in Oberösterreich
Lebensmittel im Wert von rund 300 Euro pro Jahr und Haushalt im
Restmüll landen – zum Teil sogar noch in originalverpacktem
Zustand (3 Prozent des Restabfalls).
Hochgerechnet verursacht Lebensmittelverschwendung allein in
Oberösterreich pro Person rund 30kg CO2 pro Jahr, das völlig
sinnlos
emittiert
wird.
Schaffen
wir
eine
Halbierung
des
Lebensmittelmülls, könnten wir über 20.000 Tonnen CO 2-Emission
pro Jahr einsparen.
Die ökonomischen Kosten der Lebensmittelverschwendung weltweit
Im aktuellen Bericht „Food wastage footprint – Full-cost accounting“
veröffentlicht die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen
(FAO) folgende Informationen zu den wirtschaftlichen Faktoren von
Lebensmittelverschwendung.
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Die ökonomischen Kosten der „verlorenen“ (weil erst gar nicht
geerntet) bzw. verschwendeten Lebensmittel belaufen sich auf knapp
eine Billion USD jährlich.
Dazu kommen allerdings noch versteckte Kosten, weil auch
Nahrung, die nie konsumiert wurde, ja produziert werden musste und
somit einen Fußabdruck hinterlässt: Atmosphäre, Wasser, Boden
und Biodiversität werden beeinflusst, was wiederum Einfluss auf
Leben und Wohlergehen von Menschen hat.
Die Umweltkosten werden von der FAO mit ca. 700 Milliarden USD
angegeben, die sozialen Kosten mit ca. 900 Milliarden USD jährlich.
Besonders hervorstechende Umwelt- und soziale Kosten beinhalten:
•
3,5 Gt CO2äqu an Treibhausgas-Emissionen. Diese verursachen
Schäden im Ausmaß von geschätzten 394 Mrd. USD pro Jahr.
•
Steigende Wasserknappheit, v.a. in trockenen Regionen und
Jahreszeiten, kostet jährlich weltweit geschätzte 164 Mrd. USD.
•
Bodenerosion aufgrund von Wasser kostet jährlich rund 35 Mrd.
USD – durch Nährstoffverluste, geringere Ernten, biologische
Verluste und externe Kosten. Die Schäden durch Winderosion
sind wahrscheinlich geringer.
•
Risiken für die Biodiversität durch zB. Pestizideinsatz, die
Anreicherung v.a. von Gewässern mit Nitrat und Phosphor, der
Verlust
bestäubender
Insekten
und
die
Ausbeutung
von
Fischbeständen kostet geschätzte 32 Mrd. USD pro Jahr.
•
Erhöhtes Konfliktrisiko aufgrund von Bodenerosion kostet
geschätzte 396 Mrd. USD jährlich.
•
Der Verlust von Lebensgrundlagen aufgrund von Bodenerosion
kostet geschätzte 333 Mrd. USD jährlich.
•
Ungünstige Gesundheitsentwicklungen aufgrund von Kontakt
mit Pestiziden kosten geschätzte 153 Mrd. USD jährlich.
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Insgesamt belaufen sich die ökonomischen, umweltbezogenen
und sozialen Kosten der globalen Lebensmittelverschwendung
also auf rund 2,6 Billionen USD, also ca. 2 Billionen Euro
jährlich. Das entspricht ungefähr dem BIP von Frankreich bzw. dem
Doppelten der jährlichen Ausgaben der USA für Nahrung.
Diese Zahlen beruhen auf Schätzungen der FAO-ExpertInnen, und
sind eher als informierte Unterschätzungen zu betrachten, weil viele
Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung aufgrund eines
Mangels an verfügbaren Daten oder angemessener Methoden nicht
in die Berechnungen inkludiert werden konnten.
Ziel: Halbierung der Menge Lebensmittelmüll in OÖ in 5 Jahren
Umwelt- und Konsument/innenschutz-Landesrat Rudi Anschober:
„Mein Ziel ist es, Lebensmittelmüll in Oberösterreich bis ins Jahr
2020 zu halbieren. Dazu braucht es eine neue Wertschätzung für
unsere
Lebensmittel
Bewusstsein
für
die
und
ihre
Produzent/innen,
Problematik.
Nur,
wenn
ein
wir
hohes
weltweit
weitreichende Maßnahmen ergreifen, kann die Ernährungssicherheit,
aber auch der Klimaschutz angestrebt werden.“
Ein erster Schritt in die richtige Richtung zeigt sich in Oberösterreich
mittlerweile: In einer Umfrage gaben die Oberösterreicher/innen an,
sich der Problematik von Lebensmittelmüll bewusst zu sein und
vermehrt sorgsamer mit Produkten umgehen zu wollen.
LR Anschober: „Dieser Wille ist schon bemerkbar: Die von mir
gestartete Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung boomt,
immer mehr Interessenten sind mit dabei – bei immer mehr
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Initiativen, mehr Veranstalter, mehr Engagierte. Ganz Oberösterreich
macht mit beim Ziel, die Lebensmittelverschwendung zu halbieren.“
Maßnahmen des oö. Umweltressorts gegen Lebensmittelverschwendung
Es gibt viele Gründe, aus denen Lebensmittel nicht mehr benötigt
oder gar weggeworfen werden: Die Augen waren größer als der
Magen, ein Sonderangebot hat dazu verführt, mehr zu kaufen als
gebraucht wird, ein Urlaub steht vor der Tür. Zahlreiche Initiativen
des oö. Umweltressorts bzw. mit dessen Unterstützung in OÖ tragen
schmackhaft und kostenlos zum Klimaschutz bei:
1. Foodsharing
Auf
myfoodsharing.at
können
überschüssige
Lebensmittel
verschenkt oder zum Kauf angeboten werden.
Auch eine Registrierung als Foodsaver ist möglich, was die
Abholung von nicht mehr benötigten Lebensmitteln aus Geschäften
oder Restaurants ermöglicht, die dann verteilt, kostenlos angeboten
oder selbst genossen werden.
Lebensmittel holen und abliefern kann man direkt auch bei den
FairTeilern, also bei eigens aufgestellten Kühlschränken an der
JKU, der PH OÖ und in Neukirchen an der Vöckla.
Aktuell planen die Gemeinden Wels und Marchtrenk sowie die
Kunstuni das Aufstellen von FairTeilern.
Zur Koordinierung sämtlicher Foodsharing-Aktivitäten hat sich heuer
eine „Botschafterin OÖ“ verpflichtet: Dr. Gerhilt Kusatz.
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Der Folder „Nicht wegwerfen! Teilen!“ beinhaltet sämtliche Infos
und Möglichkeiten zum Teilen bzw. Verschenken oder Verkaufen von
nicht mehr benötigten Lebensmitteln und gibt hilfreiche Tipps, wie ein
Zuviel an Lebensmitteln vermieden werden kann.
Weitere Infos zu Foodsharing unter:
myfoodsharing.at
lebensmittelretten.de
facebook.com/foodsharing/oberoesterreich
2. Der Handel mit an Board
Als erste Supermarktkette hat die Pfeiffer Handelsgruppe den
Ausstieg aus Multipack-Aktionen umgesetzt. In einem ersten Schritt
wurden die Multipack-Aktionen bei Molkereiprodukten, der Feinkost,
Obst und Gemüse eingestellt, in einem zweiten wurde das gesamte
Sortiment ohne Multipacks aufgestellt.
Vor Kurzem hat sich auch Hofer medial dazu bekannt, sich gegen
Lebensmittelverschwendung einzusetzen: Verzicht auf die volle
Produktpallette zu Ladenschluss, Verzicht auf Multipacks bei
Frischewaren etc.
Den Startschuss dazu hat LR Anschober mit der Plattform gegen
Mengenlockangebote gegeben – erst vor wenigen Wochen wurden
mögliche Interessenten erneut über die Plattform informiert und zum
Mitmachen angeregt.
Aktuell
gibt
es
Handelsgruppe,
folgende
AK
OÖ,
Mitglieder
der
Klimabündnis
Plattform:
Oö,
Schuldnerhilfe OÖ, Schuldnerberatung OÖ,
Volkshilfe
OÖ,
Slow Food
OÖ,
Südwind, Katholische Arbeitnehmer/innen-Bewegung OÖ.
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Pfeiffer
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Einen tollen Schritt wagten Billa, Merkur, Adeg im Herbst 2013, als
sie Obst mit Schönheitsfehlern als Eigenmarke „Wunderlinge“ und
zu einem günstigen Preis in ihr Sortiment aufgenommen haben –
Vorbild dafür ist Coop Schweiz.
3. Großküchen setzen Zeichen gegen Lebensmittelmüll
Das Krankenhaus der Elisabethinen Linz hat mit einfachen Mitteln
die
Kalkulation
von
Speisen
in
der
Küche
optimiert:
mit
eindrucksvollem Ergebnis! In nur einem Jahr konnte die Menge an
Lebensmittelmüll um 12 Tonnen verringert werden.
In einem weiteren Schritt wird nun das Mineralwasser weitgehend
durch Granderwasser ersetzt, was nicht nur der Umwelt eine
Entlastung bringt, sondern auch der Krankenhaus-Kassa.
Die Elisabethinen stehen anderen Großküchen mit Expertise zur
Seite.
Außerdem sind die Elisabethinen jetzt Teil des von LR Anschober
mitfinanzierten Projekts „United Against Waste“, im Zuge dessen
aufbauend auf einer Abfallanalyse Strategien zur Reduzierung von
Lebensmittelmüll erarbeitet und umgesetzt werden.
Projekt UMBESA in der Betriebsküche des Landes OÖ
Das Projekt UMBESA zwischen den Ländern Österreich und
Tschechien
soll
den Weg
vorzeigen
zu
einer
nachhaltigen
Großküche, in der saisonale, regionale und biologische Lebensmittel
– am besten frisch – verwertet werden. Wesentlicher Punkt dabei,
neben Gesundheit & Wohlbefinden und Natur & Klimaschutz ist die
Wirtschaftlichkeit. Wie das Projekt UMBESA zeigt, sind viele Schritte
zu mehr Nachhaltigkeit und einem bewussten Umgang mit Klima und
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gesunder Ernährung auch ohne Mehrkosten – teils sogar mit
Kosteneinsparungen – möglich.
Eine Befragung der Konsument/innen in der Landes-Betriebsküche
hat gezeigt: Nachhaltige Ernährung schmeckt.
4. Akutes Einschreiten: „Apfelaktion“
Die Empörung in der Bevölkerung vor wenigen Wochen war groß, als
bekannt wurde, dass Landwirt/innen im Eferdinger Becken einen Teil
an Kraut und Äpfeln vernichten bzw. verfaulen lassen müssen. Der
extrem niedrige Marktpreis hätte nicht einmal die Erntekosten
gedeckt. Umwelt-LR Rudi Anschober und Klimabündnis OÖ haben
daraufhin eine symbolische Aktion zur Rettung zumindest eines Teils
der überschüssigen Äpfel organisiert. Etwa 50 Ehrenamtliche hatten
sich binnen weniger Stunden gemeldet und insgesamt 3 Tonnen
Äpfel geerntet, die für den Eigenverbrauch und gepresst als Saft für
Sozialmärkte verwendet werden.
Weitere, schon geplante Maßnahmen
Brot und Gebäck
Aufbauend auf Gesprächen mit diversen Handeslvertreter/innen und
Bäckereien und einer Befragung der Oberösterreicher/innen, bei der
80 Prozent es völlig oder ziemlich ablehnen, Dass Brot und Gebäck
bis zum Ladenschluss in der vollen Produktpalette angeboten
werden muss, wird es hierzu in den nächsten Wochen eine
gemeinsame Initiative geben.
Einerseits
sollen
sich
Bäckereien
und
Einzelhandel
dieses
Umfrageergebnis zu Herzen nehmen und „Mut zur Lücke“ zeigen.
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Anderseits soll es Tipps für Konsument/innen geben, was sich alles
lecker aus Altbrot kochen bzw. backen lässt – wie also auch hartes
Brot gut verwertet und damit vor dem Müll bewahrt werden kann.
Studie über die Lebensmittelweitergabe an Sozialinitiativen
In einer eigenen Studie wird aktuell untersucht, bei welchen Waren
die Weitergabe von ansonsten im Abfall landenden Lebensmitteln
an Sozialinitiativen bereits gut funktioniert und wo es Barrieren und
Behinderungen, etwa rechtlicher Natur gibt.
Ziel ist es, danach diese Barrieren zu entfernen, um auch die
Weitergabe an Sozialinitiativen weiter zu verstärken.
Für ein neues Bewusstsein, eine neue Wertschätzung gegenüber
unseren Lebensmitteln und ihren Produzent/innen sorgen weiters
auch folgende Initiativen aus dem oö. Umweltressort: das Koch- und
Lesebuch „Besser Essen – Wie grüne Küche, Flexitarier und Co mit
Genuss
die
Welt
Gemeinschaftsgärten,
FleischfreiTag,
die
verändern“,
Urban
Schulgartenwettbewerb,
Handy-App
„Gutes
Gardeningdie
Finden“,
Initiative
Analyse
Leitungswasser-Mineralwasser, ...
EU-Vorstoß beim Mindesthaltbarkeitsdatum
Um die Menge von 89 Mio. Tonnen an Lebensmittelmüll in ganz
Europa, oftmals auch noch ungeöffnete Produkte (3 % des
Restabfalls in Oberösterreich) zu reduzieren, haben die Niederlande
und Schweden im EU-Agrarrat nun den Vorschlag eingebracht, bei
manchen, unbedenklichen Produkten auf die Ausweisung des
Mindesthaltbarkeitsdatums zu verzichten. So könnten etwa Nudeln,
Reis, Tee oder Kaffee bald schon ohne Datumsangabe in den
Regalen unserer Supermärkte stehen.
Die Kommission arbeitet dazu an der Mitteilung „Sustainable Food“.
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Info-Kochshow-Tour: Erfolgreich ins Finale am Samstag inkl. Spende
Nach dem großen Interesse der Bevölkerung für die Kochshows
„Kochtopf statt Mistkübel – So vermeiden Sie Lebensmittelmüll“ von
LR Anschober beim Premieren-Durchgang im letzten Jahr, gab es
2014 wahrlich einen Boom.
Der Startschuss 2014 erfolgte am Restaurant Day in Linz direkt in
den Räumlichkeiten des Umweltressorts. Allein in diesem Jahr wurde
schon 17 Mal in ganz Oberösterreich geschnipselt, gekocht,
geplaudert, gegessen – und damit ein wesentlicher Beitrag gegen
Lebensmittelverschwendung gesetzt. Denn in den Topf kommen nur
gute Lebensmittel aus „B-Ware“, die aus rein optischen Gründen
sonst im Müll landen würden.
Diese Woche findet die Kochshow-Tour 2014 nun ihren Abschluss:
mit den Kochshows am Freitag beim SEP-Kirtag in Gmunden
gemeinsam mit Promiköchin Ingrid Pernkopf und am Samstag beim
Bauernmarkt in Puchenau. Das Finale in Puchenau wird auch dazu
genutzt, um die Einnahmen - durch freiwillige Spenden für die
ausgegebenen Speisen - an Vertreter/innen der „Kupfermuckn“
(Verein ARGE Obdachlose) zu übergeben: insgesamt 3.600 Euro!
Das Konzept der Kochshows: LR Rudi Anschober, Profiköchin Nicole
Bürstinger und Organisatorin Sabine Reisinger zeigen bei der
Kochshow unter freiem Himmel vor, wie Lebensmittelverschwendung
verringert werden kann. Verkocht wird gute B-Ware, die aus
optischen Gründen nicht verwertet werden würde. Mit dabei sind
auch Bio-Seminarbäuerinnen von Bio Austria Oö, die Möglichkeiten
des Haltbarmachens zeigen, sowie die Köchinnen der I-Woker, die
aus allem, was der Kühlschrank hergibt, Wokgerichte schnell und
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g’schmackig zaubern. Die Zutaten dafür werden direkt vom
Bauernhof aus der Region bezogen - mit Hilfe der Bio Austria, des
Biohofs Achleitner und heuer erstmals auch von den Handelsketten
Pfeiffer und Spar.
Äußerst erfolgreiches Resümee für die Info-Kochshow-Tour 2014:
-
Insgesamt 19 Kochshow-Termine sorgen für Bewusstsein,
Aufklärung, guten Geschmack, setzen ein Symbol für nachhaltige
Ernährung und Wertschätzung gegenüber Produzent/innen
-
Hunderte
Besucher/innen
konnten
Infos
einholen,
sich
austauschen, dazulernen – oder einfach das Essen genießen. So
wurden
pro
Veranstaltung
rund
250
Essensportionen
ausgegeben, gesamt also knapp 5.000 köstliche Portionen.
-
Darunter auch rund 300 Schüler/innen bei nur zwei Kochshows.
-
Die Speisen wurden aus rund 110 Kilogramm guten und
gesunden Lebensmitteln hergestellt, die sonst einfach im Müll
gelandet wären – aus optischen Gründen oder wegen ihres
Mindesthaltbarkeitsdatums etwa.
-
Die Ausgabe der Speisen erfolgte bei allen Veranstaltungen
gegen
eine
freiwillige
zusammengekommen,
Spende:
die
am
So
sind
Samstag
3.600
an
die
Euro
ARGE
Obdachlose - „Kupfermuckn“ übergeben werden.
-
Die Veranstalter der Clam-Konzerte setzen in diesem Jahr ein
besonderes Zeichen: Die Konzerte werden nach nachhaltigen
Kriterien
ausgerichtet,
die
Veranstalter
werden
zum
Klimabündnis-Partner und setzen bei der Bewirtung auf die
nachhaltigen Speisen der „Kochtopf-statt-Mistkübel“-Küche.
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